Stamm Aktien & Vorzugsaktien

Aktionäre und Beteiligungen

Stamm Aktien und Vorzugsaktien
Es gibt zwei Haupttypen von Aktien: Stamm und Vorzugsaktien.

Stammaktien berechtigen den Eigentümer in der Regel, an Hauptversammlungen abzustimmen und von der Gesellschaft ausgeschüttete Dividenden zu erhalten. Vorzugsaktionäre haben in der Regel kein Stimmrecht, obwohl sie einen höheren Anspruch auf Vermögen und Ertrag haben als die Stammaktionäre. Zum Beispiel erhalten Eigentümer von Vorzugsaktien (wie Larry Page) Dividenden vor Stammaktionären und haben Vorrang, falls ein Unternehmen bankrott geht und liquidiert wird.

Die erste Stammaktie, die jemals ausgegeben wurde, wurde 1602 von der Niederländischen Ostindien-Kompanie ausgegeben.

Unternehmen können neue Aktien ausgeben, wenn zusätzliche Mittel beschafft werden müssen. Dieser Prozess verwässert das Eigentum und die Rechte bestehender Aktionäre (vorausgesetzt, sie kaufen keines der neuen Angebote). Unternehmen können auch Aktienrückkäufe tätigen, von denen bestehende Aktionäre profitieren würden, da dies zu einer Wertsteigerung ihrer Aktien führen würde.
Eine Vorzugsaktie ist eine Aktie, bei der der Inhaber in der Regel kein Stimmrecht als Aktionär eingeräumt bekommt. Dafür erhält er aber das Recht auf eine bevorzugte, in der Regel höhere Dividende. Ihr Gegenstück ist die Stammaktie; sie ist mit einem Stimmrecht ausgestattet. Bei der Dividende wird sie jedoch erst bedient, wenn die Ansprüche der Vorzugsaktionäre vollständig befriedigt sind. Darüber hinaus können Vorzugsaktien im Falle einer Unternehmensliquidation mit einem höheren Rang ausgestattet sein. 

Aus Investorensicht eignen sich Vorzugsaktien besonders für Anleger mit rein finanziellen Interessen, die keine Kontrolle über eine Aktiengesellschaft ausüben wollen. Aus Unternehmenssicht eignen sich Vorzugsaktien, um das Eigenkapital des Unternehmens zu erhöhen, ohne die Kontrolle des Unternehmens in Form von Stimmrechten anteilsmäßig abgeben zu müssen. Vorzugsaktien eignen sich auch zur Überbrückung eines finanziellen Engpasses, da die Vorzugsdividende nachgezahlt werden kann, während die Zinsen einer Anleihe immer pünktlich zu bedienen sind.
Der Begriff Stammaktie (engl. voting share oder common Stock) bezeichnet die Eigenschaft einer Aktie, mit Stimmrechten behaftet zu sein. Das Gegenstück zu einer Stammaktie ist die Vorzugsaktie, die nicht mit einem Stimmrecht versehen ist, jedoch zum Ausgleich des fehlenden Stimmrechts auf irgendeine Weise bevorzugt
behandelt wird, beispielsweise durch eine höhere Dividende. Gemeinsam mit der Summe über die Nennwerte der emittierten (ausgegebenen) Vorzugsaktien bildet die Summe über die Nennwerte der emittierten Stammaktien das Grundkapital.

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