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Bären, Bearish, Bärenmarkt

Wird an den Börsen mit fallenden Kursen gerechnet, so wird die Stimmung als „bearish��� bezeichnet. Der entsprechende Markt wird „Bärenmarkt“ genannt. Der Bär symbolisiert fallende Kurse, weil er mit der Pranke von oben nach unten schlägt. Gegensatz: Bulle, Bullish, Bullenmarkt.

Als Börsen werden Märkte bezeichnet, auf denen bestimmte handelbare Güter (Waren, Wertpapiere, Edelmetalle, Devisen, Unternehmensanteile, Kreditverbriefungen usw.) gehandelt werden. Oftmals wird das Wort synonym für Aktienbörsen gebraucht. Die wichtigste Aktienbörse der Welt ist die New York Stock Exchange an der Wall Street. Weiter wichtige Handelsplätze sind Tokio, London, Hongkong und die amerikanische Nasdaq. In Deutschland ist besonders im Aktienhandel die Deutsche Börse in Frankfurt führend, wohingegen Stuttgart sich im Optionsscheinhandel, Hamburg im Fondshandel und Hannover im Warenterminhandel etabliert haben. Daneben gibt es noch Regionalbörsen in Köln-Düsseldorf, Berlin-Bremen und München. Das Wort Börse leitet sich vom lateinischen "bursa" ab (Ledertasche). Die heutige Bezeichnung für einen Handelsplatz geht die in Brügge ansässige Kaufmannsfamilie van der Beurse zurück, in deren Haus ab dem 16. Jahrhundert Kaufleute regelmäßig zu Geld- Waren- und Wechselgeschäften zusammenkamen.

Der Handel an der Börse wird in der Regel von staatlichen Institutionen überwacht. Sie ermitteln beim Verdacht von Unregelmäßigkeiten und verhängen Sanktionen beim Verstoß gegen die gesetzlichen Auflagen, denen der Handel unterliegt.

Unter einem Börsencrash (veraltet: Börsenkrach) wird der drastische Verfall der Kurse innerhalb einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne verstanden. Er gilt als Vorbote oder Ausdruck einer Wirtschaftskrise, meistens in Zusammenhang mit einem Anstieg der Zinsen am Anleihemarkt. Der berühmteste Börsencrash ist der Kurssturz an der New Yorker Börse am 24. Oktober 1929. Er riss alle übrigen Finanzplätze mit sich und läutete die Weltwirtschaftskrise ein. Im Jahr 1962 und am 19. Oktober 1987 kam es ebenfalls zu einem dramatischen Kurseinbrüchen an der New Yorker Börse, der auch an den übrigen Börsen einen Rückgang der Kurse in einzelnen Werten von bis zu 30 Prozent an einem einzigen Tag bewirkte. Im Gegensatz zum Börsencrash 1929 erholten sich die Kurse in den beiden anderen Fällen aber relativ schnell. Umstritten ist indes, ob der Zusammenbruch der Internet-Euphorie im Jahr 2000 als Crash gewertet werden kann, da der Kursrückgang nicht auf einen kurzen Zeitraum begrenzt war. Dieser Zeitabschnitt wird daher oft als „Salami-Crash“ bezeichnet.

Ein Börsenmantel besteht aus den handelbaren Aktien einer Gesellschaft, die keinen operativen Geschäftsbetrieb hat. An den deutschen Börsen handelt es sich dabei in der Regel um Gesellschaften, die entweder insolvent wurden oder den Geschäftsbetrieb verkauft oder auf andere Weise eingestellt haben. Weniger verbreitet sind sogenannte "Blind Pools". Dabei handelt es sich um Börsenmantel, die von vornherein als solche angelegt wurden und nie einen operativen Geschäftsbetrieb hatten. Börsenmäntel lassen sich durch Erwerb von einem bestehenden, nicht als Aktiengesellschaft organisierten Unternehmen nutzen, rasch eine Börsennotierung zu erhalten. Zu diesem Zweck wird der Börsenmantel im Rahmen einer Unternehmensübernahme erworben und der Geschäftsbetrieb in Form einer Kapitalerhöhung als Sacheinlage eingebracht.

Sie bildet als die von der jeweiligen Landesregierung genehmigte Satzung die Geschäftsgrundlage der einzelnen Börse und enthält Bestimmungen zur Organisation der Börse, zur Kursveröffentlichung, zur Zusammensetzung und Wahl der Börsenorgane.

Vor Zulassung eines Wertpapiers zum Handel an einer Börse hat das entsprechende Unternehmen bzw. das für dieses tätig werdende Kreditinstitut die Öffentlichkeit in bestimmten überregionalen Zeitungen (Börsenpflichtblättern) über die beabsichtigte Einführung an der Börse zu informieren. Zu diesem Zweck muss bei Zulassung zu den wichtigeren und stärker regulierten Handelssegmenten ein Börsen- oder Emissionsprospekt vorgelegt werden. Dieser muss unter anderem Informationen zum bisherigen und erwarteten Geschäftsverlauf enthalten, zur Produktpalette, zur letzten Bilanz u.v.m. Falsche oder unzutreffende Angaben können Ansprüche geschädigter Anleger gegenüber den die Emission betreibenden Beteiligten begründen.

Die allgemeine Richtung, die ein Wertpapiermarkt zum gegebenen Zeitpunkt aufweist und in standardisierten Formeln ausgedrückt werden kann. Börsentendenzen sagen dem Anleger, ob die Wertpapierkurse steigen oder fallen. Geläufige Tendenzbezeichnungen für geringe Kursveränderungen sind gehalten, gut behauptet, knapp behauptet oder widerstandsfähig. Ansteigende bis stark ansteigende Kurse werden als freundlich oder fest bezeichnet; fallende bis stark fallende Kurse als nachgebend oder schwach. Halten solche Tendenzen über einen längeren Zeitraum an, spricht man von einem Börsentrend.

Abkürzüng für Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die BaFin entstand 2002 aus der Zusammenlegung des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen (BAKred), des Bundesaufsichtsamtes für den Wertpapierhandel (BAWe) und des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen (BAV). Hauptziel ist es, ein funktionsfähiges, stabiles und integres deutsches Finanzsystem zu gewährleisten. Sie übt die Banken-, Versicherungs- und Wertpapieraufsicht und überwacht damit auch den Aktien-, Anleihen- und Fondshandel.

Phase anhaltender starker Kursrückgänge an der Börse, auch Bear-Market genannt. Gegenteil: Hausse

Fallen der Börsenkurse oder Preise, "auf Baisse spekulieren". 

Der Begriff Bullenmarkt oder Hausse [os] (französisch für Anstieg, Steigerung) steht an der Börse für anhaltend steigende Kurse, Bärenmarkt oder Baisse [ bɛs] (französisch für Rückgang, Abnahme) hingegen für anhaltend sinkende Kurse. Ein „Börsenzyklus“ umfasst eine Hausse und eine Baisse.

Grafische Darstellung des Tiefst-, Höchst- und Schlusskurses eine Wertapiertitels. Für jede Zeiteinheit wird der höchste mit dem tiefsten Kurs verbunden, wodurch ein Balken entsteht. An diesem Balken kennzeichnet der angesetzte Strich den Schlusskurs, bisweilen wird dieser durch den Eröffnungskurs mit einem Strich links ergänzt. Diese Dokumentation stellt optisch das Ausmaß der Schwankungen dar, wodurch Schlüsse über Veränderungen in Angebot und Nachfrage möglich werden.

Optionsscheine können sowohl durch Lieferung von Einheiten des Basiswertes oder in bar bedient werden. In diesem Fall erfolgt am Ende der Laufzeit die Zahlung des Differenzbetrags zwischen dem Produkt aus aktuellem Kurs und Bezugsverhältnis sowie dem Basispreis. Geregelt ist dies in den Emissionsbedingungen.

Das Fondsmanagement kann bis zu einer im Prospekt festgelegten Obergrenze einen Teil des Fondsvermögens in Bankguthaben bzw. Geldmarktpapieren halten, um flexibel auf Anlagechancen reagieren zu können bzw. sich den Erfordernissen des Marktes anpassen zu können. Das InvG sieht zudem einige spezielle Vorschriften hinsichtlich der Verteilung der Liquidität vor.

Der Barwert, auch Gegenwartswert genannt, ist ein Begriff aus der Finanzmathematik. Der Barwert ist der Wert, den zukünftige Zahlungen in der Gegenwart besitzen. Er wird durch Abzinsung der zukünftigen Zahlungen und anschließendes Summieren ermittelt.

Der bei Abschluss eines Optionsgeschäftes vereinbarte Preis, zu dem der Käufer bzw. Verkäufer einer Option den zugrundeliegenden Gegenstand bis zum Optionstermin von seinem Kontrahenten kaufen bzw. an ihn verkaufen kann.

Auch zugrundeliegendes „Aktivum“ oder „Underlying“ genannt. Er ist der Gegenstand eines Termingeschäfts, Optionsscheins oder Optionskontrakts, in der Regel eine Aktie, Anleihe oder Währung bzw. ein Rohstoff oder Index.

Das Bear Beta ist eine statistische Analysekennziffer, mit deren Hilfe man das Verhalten eines Fonds bei fallenden Märkten verdeutlichen kann. Das Bear Beta ist das relative Maß der Veränderung des Ertrags einer Investition als Reaktion auf die negative Veränderung der Benchmark (Vergleichsindex). Es spaltet die Kennziffer Beta auf, um zu zeigen, wie die Wertentwicklung des Investments Perioden mit einer negativen Entwicklung der Benchmark korreliert. Bei einem positiven Bear Beta reagiert der Fonds mit Verlusten auf einen sinkenden Index, bei einem negativen Bear Beta mit Gewinnen. Der Wert des Bear Beta zeigt das Ausmaß der Korrelation (Elastizität). Je höher der Wert des Bear Beta ist, desto stärker reagiert der Fonds auf Indexverluste. Das Gegenteil ist das Bull Beta. Das Verhältnis von Bull zu Bear Beta sollte bei positivem Vorzeichen des Bear Beta größer als eins sein, da der Fonds dann stärker von Bullenmärkten profitiert als unter Bärenmärkten leidet.

Die Bear Korrelation misst das Verhältnis des Fonds zu den negativen Bewegungen des Marktes. Beispiel: Wenn der Korrelationskoeffizient gleich Eins ist, fallen Fonds und Index gemeinsam, d.h. sie sind in negativen Perioden perfekt korreliert. Je kleiner der Bear-Korrelationskoeffizient ist, desto besser, da der Fonds dann dazu tendiert weniger stark zu fallen als der Index.

Aktie, die den Angehörigen einer Gesellschaft in der Regel zu einem günstigen Preis überlassen wird, um deren Interesse am Wohlergehen des Unternehmens zu fördern. Häufig darf der Verkauf solcher Aktien erst nach Ablauf einer bestimmten Frist erfolgen, wobei die Zuwendungen nur in begrenztem Rahmen einkommens- bzw. lohnsteuerpflichtig sind. In Deutschland gibt es mehr als eine Million Belegschaftsaktionäre.

Vergleichsmaßstab oder Bewertungsmethode für die Messung des Anlageerfolges eines Fonds. ��blicherweise wird als Benchmark der jeweils marktrelevante Aktien- oder Rentenindex verwendet. Ziel des Fondsmanagers ist es, eine bessere Wertentwicklung als der zugrunde gelegte Index zu erzielen.

Berichtigungsaktien werden an Altaktionäre ohne Zuzahlung in einem bestimmten Verhältnis zu den in dessen Besitz befindlichen Aktien neu ausgegeben. Sie stellen eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln dar, wobei sich der Kurs der Aktien entsprechend dem Umfang der vorgenommenen Kapitalerhöhung um einen Abschlag verringert und daher der Wert der Depotposition eines Anlegers vor und nach Abschluss der Transaktion rechnerisch derselbe bleibt. Allerdings profitiert der Anleger von dieser Berichtigung dann, wenn die Dividende je Aktie gleich bleibt.

Wird bei der Erteilung einer Wertpapierverkaufsorder kein Limit erteilt, erklärt sich der Anleger bereit, Nachfrage am Markt zu jedem Kurs zum Zeitpunkt der Ausführung zu akzeptieren. Gefährlich kann eine solche Auftragsvergabe für den Börsianer bei sehr „engen“, umsatzschwachen Werten sein, wenn gleichzeitig mehrere unlimitierte Verkaufsaufträge zusammenkommen und erheblichen Druck auf den Kurs ausüben, weil nur unzureichend Nachfrage besteht. In diesem Fall kann es zu starken Kursverlusten kommen. Gegensatz: Billigst.

Der Beta-Faktor gibt die Beziehung zwischen der Kursentwicklung einer Aktie und einem Index an und zeigt die Sensitivität des Aktienkurses auf die Veränderung des Indexstands. Ein Beta-Faktor größer Eins bedeutet, dass die Aktie stärker schwankt als der Gesamtmarkt. Ein Beta-Faktor von Eins bedeutet, dass die Aktie gleich stark schwankt und ein Beta-Faktor kleiner Eins bedeutet, dass die Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt weniger stark schwankt.

Die Betrieblichen Erträge als Posten der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen nur diejenigen Erträge, die aus ordentlicher Geschäftstätigkeit erzielt wurden. Sie schließen alle Erträge aus, die nichts aus der Firmentätigkeit resultieren, wie beispielsweise die Erträge aus dem Verkauf von Grundstücken durch ein Nicht-Immobilienunternehmen. Diese gehören als außerordentliche Erträge nicht ins operative Geschäft.

Der Vermerk „bezahlt“ zeigt an, dass zu dem angegebenen Kurs alle vorliegenden Aufträge abgewickelt werden konnten (vgl. Kurszusätze). Der Kurszusatz „bezahlt Brief“ besagt, dass alle unlimitierten Verkaufsaufträge und jene Verkaufsaufträge, deren Limit darunter lag, zum angegebenen Kurs vollständig ausgeführt werden konnten, die zum festgestellten Kurs limitierten Verkaufsaufträge aber nicht oder nur teilweise, weil keine entsprechende Nachfrage vorlag. Der Kurszusatz „bezahlt Geld“ besagt, dass zum angegebenen Kurs alle unlimitierten Kaufaufträge und jene Kaufaufträge, deren Limit darunter lag, vollständig ausgeführt werden konnten, die zum festgestellten Kurs limitierten Kaufaufträge aber nicht oder nur teilweise, weil entsprechendes Angebot fehlte (vgl. Kurszusätze).

Kurs, zu dem neue (junge) Aktien bezogen werden können.

Ein Bezugsrecht gewährt einem Aktionär das Recht, bei einer Kapitalerhöhung eines Unternehmens mit neuen Aktien im Verhältnis zum bisherigen Anteil am Grundkapital zu einem festgelegten Bezugskurs bedacht zu werden. Macht er von dem Angebot keinen Gebrauch, kann er die ihm zustehenden Bezugsrechte in der Regel über die Börse veräußern. Der Veräußerungsgewinn kann dann eine Entschädigung für den Kursverlust sein, den er auf seinen Aktienbesitz nach Bezugsrechtsabschlag hinnehmen muss. Dieser entsteht dadurch, dass sich der Gesamtwert aller bisher ausgegebenen Aktien (Marktkapitalisierung) aufgrund der Kapitalerhöhung auf eine höhere Zahl Aktien verteilt. Rein rechnerisch ermittelt man den Wert des Bezugsrechts nach folgender Formel: (Kurs der alten Aktie - Bezugskurs der jungen Aktie): (Bezugsverhältnis + 1). Beispiel: Kapitalerhöhung 10:2 zu 100; Bezugskurs 100 Euro; Kurs der alten Aktie 300 Euro (300 - 100): (5 + 1) = 33,33 Euro.

Das Bezugsverhältnis eines Optionsscheins gibt an, in welchem Verhältnis zu diesen Einheiten des zugrunde liegenden Basiswerts erworben werden können. Bei Devisenoptionsscheinen auf amerikanische Dollar beträgt das Bezugs- bzw. Optionsverhältnis meist 1:100. Das bedeutet, dass mittels eines Scheines 100 Dollar gekauft oder verkauft werden könnten. Bei Aktienscheinen orientiert sich das Bezugsverhältnis häufig am Kurs der Aktie.

Die Bilanz ist eine vollständige Aufstellung der Vermögenswerte und Verpflichtungen eines Unternehmens, die die Leistungskraft einer Gesellschaft misst. Die Aktivseite gibt Auskunft über die Mittelverwendung im Unternehmen und zeigt die erworbenen Ansprüche wie liquides, immaterielles oder Sachvermögen. Die Passivseite gibt Auskunft über die Mittelentstehung und damit die Finanzierung des Unternehmens. Wichtig ist hier das Verhältnis des dem Unternehmen unbeschränkt zur Verfügung stehenden Eigenkapitals zum zeitlich befristeten Fremdkapital. Im Gegensatz zu dem Gewinn und Verlustrechnung, die Auskunft über Zeiträume gibt, stellt die Bilanz eine Bestandsaufnahme zum Bilanzstichtag dar.

Die Bilanzsumme ist das Ergebnis der Addition aller Aktiv- oder Passivwerte einer Bilanz. Sie gibt Anhaltspunkte für die Einordnung eines Unternehmens nach Größenklasse, ist ansonsten aber nicht überaus aussagekräftig.

Wird bei der Erteilung einer Wertpapierkauforder kein Limit erteilt, erklärt sich der Anleger bereit, Angebot am Markt zu jedem Kurs zum Zeitpunkt der Ausführung zu akzeptieren. Gefährlich kann eine solche Auftragsvergabe für den Börsianer bei sehr „engen“, umsatzschwachen Werten sein. Dies kann zum Kauf zu einem sehr ungünstigen Kurs führen, weil zum einen aufgrund der spärlichen Zahl der Aufträge auf beiden Seiten des Marktes die Kurse stark streuen können. Zum anderen kann sich aufgrund der geringen Stückzahlen leicht ein Nachfrageüberhang bilden, der den Kurs rasch nach oben treibt. Gegensatz: Bestens.

Finanzmathematisches Modell zur Bewertung von Optionsscheinen, entwickelt von Fischer Black und Myron Scholes. Das Modell zielt darauf ab, den theoretisch richtigen (fairen) Optionsscheinpreis zu ermitteln. Wichtigste Bestimmungsgrößen sind der Kurs des Basiswertes, der Basispreis, die Restlaufzeit der Option, der risikofreie Zinssatz und die erwartete Volatilität des Basiswertes.

Als „Blue Chips“ oder Standardwerte werden umsatzstarke Aktien großer Unternehmen bezeichnet, auf deren Kursentwicklung führende Indizes beruhen. Sie zeichnen sich durch ein hohes Handelsvolumen und ein höheres Engagement institutioneller Investoren aus. Die Kursschwankungen fallen in der Regel geringer aus, besonders zwischen aufeinanderfolgend gestellten Kursen im Handelsverlauf. Blue Chips an der deutschen Börse sind etwa BASF, Siemens, Volkswagen oder Allianz.

Das bei Aktien aus Gewinnanteilsscheinen (Kupons), bei Anleihen aus Zinsscheinen und dem jeweiligen Erneuerungsschein (Talon) bestehende effektive Wertpapier zur Geltendmachung der entsprechenden Rechte.

Bollinger-Bänder sind ein von John Bollinger entwickelter Indikator der Chartanalyse, der auf Trendveränderungen hinweisen soll. Zur Berechnung wird zunächst ein arithmetischer, gleitender Durchschnitt über 20 Tage berechnet (Standardeinstellung). Bollingers Idee beruhte auf dem statistischen Phänomen der „Häufung in der Mitte“. Dieses besagt, dass in normalverteilten Wertegruppen eine bestimmte Menge an Werten mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nur um einen bestimmten Betrag vom Mittelwert abweicht. Dies bedeutet, dass unter Vernachlässigung vereinzelter Ausreißer alle Werte in einer vergleichsweise engen Spanne zu finden sind. In der Statistik spricht man von einer Gaußschen Normalverteilung. Dementsprechend berechnet man nun die Standardabweichung, die quantifiziert, wie stark die Kurse in der Vergangenheit um den 20-Tage-Durchschnitt geschwankt haben. Davon ausgehend erhält man zwei Kurven, indem die Standardabweichung einmal zum 20-Tage-Schnitt hinzuaddiert, und das andere Mal vom 20-Tage-Durchschnitt subtrahiert wird. Diese so gewonnenen Kurven werden als Bollinger-Bänder bezeichnet. Aus diesen werden folgende Handelssignale ermittelt:
Sobald sich die Bänder dem zugrunde liegenden 20-Tage-Durchschnitt annähern, steht eine massive Kursbewegung (aufwärts oder abwärts) bevor. Kurse tendieren dazu, von einem Band zum anderen zu laufen. Notiert ein Kurs in der Nähe des einen Bandes, so ist kurzfristig eine gegensätzliche Tendenz in Richtung auf das andere Band zu erwarten. Bildet sich innerhalb eines Bollinger-Bandes ein Boden oder ein Topp heraus, und wird dieses auch innerhalb des Bandes wiederholt, so ist eine Trendwende zu erwarten. Bricht ein Kurs aus dem Bollinger-Band aus, so ist eine weitere Bewegung in Ausbruchsrichtung zu erwarten.

Segment des Anleihenhandels an der Börse Stuttgart. Ab der kleinsten handelbaren Einheit werden verbindliche An- und Verkaufspreise für Anleihen innerhalb einer engen Spanne während der gesamten Handelszeit gestellt, auch als Taxen. Die kleinste handelbare Einheit darf 5.000 Euro nicht überschreiten, für strukturierte Anleihen und Tier-1-Anleihen müssen die Anleihebedingungen oder zumindest eine Kurzfassung vorliegen.

Segment des Anleihen Handels an der Börse Stuttgart. Es werden hochliquide Anleihen gehandelt, die über einen festen Market Maker verfügen, der verpflichtet ist, börsentäglich zwischen neun und 17.30 Uhr verbindliche An- und Verkaufspreise zu stellen.

Festverzinsliche Wertpapiere (Rentenpapiere).

Die Bonität beschreibt die Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit eines Schuldners (Emittenten) und gilt als Maßstab für die Sicherheit einer Anleihe. Internationale Ratingagenturen wie Standard & Poor's (S&P), Moody's oder Fitch überprüfen regelmäßig die Bonität zahlreicher Schuldner, da sich diese aufgrund von Entwicklungen im gesamtwirtschaftlichen und unternehmensspezifischen Umfeld im Zeitablauf ändert. Kategorisiert werden Anleihen nach ihrer Bonität in investmentwürdige Anleihen (Investment Grade), Ramschanleihen (Junkbonds) und Anleihen, bei denen Zahlungsausfälle unmittelbar bevorstehen.

Frei übersetzt der Versuch, eine Aktie vom Boden „abzufischen“. Hat eine Aktie einen längeren und/oder steileren Abwärtstrend mit Kursverlusten von mindestens 50 Prozent hinter sich gebracht, wird beim Bottom Fishing der Versuch unternommen, eine Zone (einen Boden) in der Kursentwicklung zu finden, bei dem die Kurse wieder in einen Aufwärtstrend bzw. Seitwärtstrend drehen. Fast immer findet dies noch vor der wirtschaftlichen Wende beim betreffenden Unternehmen statt. Bliebt diese indes aus, können weitere Verluste die Folge sein, ohne dass es zuvor eine spürbare Erholung gegeben hat.

Ein Bottom-Down-Schein gehört zu den exotischen Option Scheinen. In den Bedingungen ist ein Schwellenwert (Bottom) vereinbart. Bleibt der Bezugskurs während der gesamten Laufzeit (europäische Ausübung) unterhalb dieses Schwellenwertes, so erhält der Besitzer des Optionsscheins eine festgelegte Rückzahlung. Steigt der Bezugskurs über den Schwellenwert, so verfällt der Schein wertlos (siehe auch: Bottom-Up).

Anlagestrategie von Aktien-Investmentfonds-Managern, bei der zunächst das Wachstumspotential einzelner Unternehmen analysiert wird. Anschließend werden die Chancen in der entsprechenden Branche und im Gesamtmarkt bewertet. Dieser Analyse ist Grundlage der Transaktionsentscheidung im konkreten Fall. Gegenteil: Top-Down-Ansatz.

Ein Bottom-Up-Schein gehört zu den exotischen Option Scheinen. In den Bedingungen ist ein Schwellenwert (Bottom) vereinbart. Zum Laufzeitende wird für jeden Börsentag, an dem Schlusskurs des Basiswerts oberhalb der Schwelle geblieben ist, ein bestimmter Betrag ausbezahlt. Angesammelte Beträge bleiben erhalten. (siehe auch: Bottom-Down-Schein).

Investmentfonds, dessen Vermögen ausschließlich oder überwiegend in Aktien einer bestimmten Branche (Industriezweig oder Wirtschaft Sektor) angelegt wird, zum Beispiel in Rohstoff- oder Biotechnologie-Aktien.

Kurszusatz, der mit dem Symbol „B“ angezeigt wird. Zum angegebenen Kurs lagen nur Verkaufsangebote im entsprechenden Wertpapier vor, Umsatz kam mangels Nachfrage aber nicht zustande (vgl. Kurszusätze). Das Zeichen „bB“ (bezahlt Brief) zeigt an, dass Aufträge abgewickelt wurden, jedoch nach wie vor Angebot besteht. Gegenteil: Geld („G“).

Der Preis bzw. Kurs, zu dem Verkäufer bereit sind, Wertpapiere zu verkaufen. Im Gegensatz hierzu ist der Geldkurs der Kurs, zu dem Käufer bereit sind, Wertpapiere zu kaufen. Für die Begriffe Briefkurs und Geldkurs werden auch oft die englischen Begriffe „Ask“ und „Bid“ verwendet.

Englischsprachige Bezeichnung für Wertpapiermakler, die auch Privatkundschaft haben und nicht nur Wertpapieraufträge ausführen, sondern auch Beratungs- und Finanzdienstleistungen anbieten.

Gewinnausschüttung vor dem Abzug von Steuern. Gegensatz: Nettodividende.

Heute Bruttonationaleinkommen genannt, misst das Bruttosozialprodukt das Einkommen der Inländer einer Volkswirtschaft. Früher als Maßzahl für den Reichtum einer Volkswirtschaft und in seiner Veränderung der Wachstumsrate zugrundeliegend, wurde es vom Bruttoinlandsprodukt abgelöst. Dieses gibt die im Land erwirtschafte Leistung an, unabhängig vom Wohnsitz der Wirtschaftssubjekte. Das Bruttosozialprodukt missachtet auf diese Weise die ins Ausland geflossenen Einkommen und rechnet die aus der übrigen Welt empfangenen Einkommen hinzu.

Der Buchwert einer Gesellschaft entspricht im Wesentlichen dem bilanzierten Anlagevermögen und berechnet sich als Summe des Wertes der immateriellen Vermögensgegenstände, der Sach - und Finanzanlagen. Er gibt die Substanz eines Unternehmens wieder, kann indes irreführend sein. Besitzt eine Immobilie und Grundstücke oder einen teuren Maschinenpark, fällt der Buchwert sehr hoch aus, obwohl damit nichts über den operativen Wert und auch nichts über die Mittelentstehung gesagt ist. Darüber hinaus ist die Vergleichbarkeit über Branchen hinweg nicht möglich. Zudem sind Buchwerte bewertungsabhängig und können überzeichnet sein.

Der Buchwert je Aktie berechnet sich als Quotient aus dem Buchwert und der gesamten Aktienanzahl der Gesellschaft. Man dividiert den Buchwert durch die Aktienanzahl und erhält somit den Buchwert je Aktie. Diese Kennzahl findet in der Regel keine so große Beachtung wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder das Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV). Sie gilt als Kennziffer der Substanz eines Unternehmens.

Das Bull Beta beschreibt das Verhalten des Preises eines Fondsanteils bei steigenden Märkten. Es misst die Veränderung des Ertrags der Investition relativ zur positiven Veränderung des Vergleichsmaßstabes (Benchmark). Ein positives Bull Beta impliziert einen Anstieg des Fondspreises als Reaktion auf einen steigenden Index, ein negatives Bull Beta ein Sinken des Preises. Der Wert des Bull Beta zeigt die Elastizität des Fondspreises.

Wird an den Börsen mit steigenden Kursen gerechnet, so wird die Stimmung als „bullish“ bezeichnet. Der entsprechende Markt wird „Bullenmarkt“ genannt. Der Bulle gilt als Sinnbild der Aufwärtsbewegung, weil er stets mit den Hörnern von unten nach oben stößt. Gegensatz: Bär, Bearish, Bärenmarkt.

Die Deutsche Bundesbank ist eine eigenständige und politisch unabhängige Institution, deren Aufgabe bis zur Einführung des Euro die Versorgung der Wirtschaft mit Geld (durch Steuerung der Leitzinsen Diskont-, Lombard- und Mindestreservesatz), die Sicherung der Stabilität der Währung und die Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung war. Weitere Mittel der Bundesbank sind Interventionen am Devisen-, Geld- und Kapitalmarkt im Rahmen der sogenannten Offenmarktpolitik. In den Ländern wird die Bundesbank von den Landeszentralbanken, heute Hauptverwaltungen unterstützt. Diese Aufgaben hat die Bundesbank zum 30. April 2002 an die EZB abgetreten, so dass ihre Aufgabe heute vor allem in der Beobachtung des Finanzwesens liegt.

Verfahren zur Berechnung der Wertentwicklung eines Investmentfonds, die vom Verband der Fondsbranche, dem BVI Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften, verwendet wird. Dabei werden die Kosten der Anlage wie Ausgabeaufschlag, Rücknahmespesen, Depotgebühren oder Kontoführungsgebühren nicht berücksichtigt. Die so errechnete Wertentwicklung eines Fonds entspricht in der Regel nicht dem tatsächlichen Anlageergebnis, ermöglicht jedoch den Vergleich der Managementleistung verschiedener Fonds mit ähnlichem Anlageschwerpunkt, ohne dass diese durch die Gebührengestaltung verzerrt wird.

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