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Call

Eine Kaufoption (Call) gewährt dem Käufer das vertraglich zugesicherte Recht, einen bestimmten Basiswert zu vorher festgelegten Konditionen (Termin, Preis usw.) erwerben zu können. Der Kontrahent dieses Vertrages wird Stillhalter genannt, weil er bis zum Ablauf des Zeitraums für die Ausübung der Option (Verfallstermin) den Bezugswert jederzeit liefern können muss, also veroptionierte Werte nicht veräußern darf. Dafür erhält er vom Erwerber des Call eine Prämie, die zumeist über dem Ertrag vergleichbarer Anlagen am Kapitalmarkt liegt. Der Käufer rechnet mit steigenden Kursen. Er kann die Option entweder an einen Dritten verkaufen oder übt sie bis zum Verfalltermin aus. Sein Risiko ist auf seinen Einsatz, die Prämie, begrenzt. Der Verkäufer rechnet dagegen mit eher gleichbleibenden oder geringfügig fallenden Kursen. Wird eine Kaufoption nicht ausgeübt, verfällt sie wertlos. Gegensatz: Put.

Ein Cap ist die vertragliche Vereinbarung einer Zinsobergrenze, der ein nomineller Kapitalbetrag zugrunde liegt. Übersteigt der Referenzzinssatz am Festlegungstermin den Cap, so ist der Verkäufer verpflichtet, dem Käufer die Differenz zwischen Referenzzinssatz und Zinsobergrenze zu zahlen. Die fälligen Zahlungen werden am Tage der Zinsperioden unter Berücksichtigung der Anzahl der Tage geleistet. Der Käufer eines Caps zahlt hierfür eine Prämie an den Verkäufer, entweder in Form einer Einmalprämie oder in regelmäßigen Zahlungsschritten. Als Cap wird bei Zertifikaten ferner auch eine Obergrenze bezeichnet, bis zu der der Inhaber vom Emittenten am Gewinn eines Basiswerts beteiligt wird.

Capital-Asset-Pricing-Model. Diese Portfolio-Theorie besagt, dass in effizient funktionierenden Märkten, wo jede Information bereits in die Preise eingeflossen ist, ein Mehr an Ertrag nur durch ein Mehr an Risiko erkauft werden kann.

Der Cash-Flow ist eine aus dem angelsächsischen Raum stammende Gewinnkennzahl der Unternehmensanalyse. Er beschreibt die Veränderung der liquiden Mittel in einer Abrechnungsperiode. Seine Höhe ergibt sich im Wesentlichen aus der Addition von Jahresüberschuss, Steuern vom Ertrag und Einkommen, Abschreibungen sowie Veränderungen der langfristigen Rückstellungen. Aus seiner Höhe und Entwicklung lassen sich Rückschlüsse auf die Qualität der Finanzierung eines Unternehmens ziehen. Eine wichtige Größe zur Aktienanalyse ist das KCV (Kurs-Cash Flow-Verhältnis).

CFDs (Contracts for Difference, Differenzgeschäfte) sind Derivate, die nicht auf dem Preis des Basiswerts beruhen, sondern auf der Differenz zwischen Geld- und Briefkursen aufbauen. Sie bilden somit die Kursbewegungen genau ab, bieten aber den Vorteil, dass mit einem Bruchteil des Kapitals Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Renten gehandelt werden können. Positionen werden auf Marge gekauft. Das bedeutet, dass der Anleger nur eine geringe Sicherheitseinlage einschießt und so seinen Einsatz mit einem entsprechenden Hebel versieht. Dabei kann er sowohl auf steigende Kurse setzen (long gehen) oder auf fallende (short gehen). Grundsätzlich sind die Laufzeiten unbegrenzt, allerdings haben die Broker die Möglichkeit bei steigenden Verlusten eines Depots Nachschussleistungen zu verlangen oder Positionen zu schließen.

Ein Chart ist die graphische Darstellung der historischen Kursentwicklung eines Wertpapiers. Zu unterscheiden sind verschiedene Darstellungsarten wie Linien-, Balken-, Point & Figure-, Candle-Stick-Charts u.a.

Die Chartanalyse untersucht Kurvenverläufe und Verlaufsformationen von Charts, um daraus Aussagen über die zukünftige Kursentwicklung eines Wertpapiers zu gewinnen. Dabei werden in der Regel die Umsätze berücksichtigt, fundamentale Daten aber fließen nicht ein. Der Chartanalytiker versucht (Primär-, Sekundär-, Tertiärtrend), Widerstands- und Unterstützungszonen, Durchschnittslinien und typische Kursformationen ausfindig zu machen, um so den günstigsten Zeitpunkt zum Kauf oder Verkauf ausfindig zu machen. Obwohl die theoretische Relevanz der Chartanalyse bislang weder eindeutig nachgewiesen noch wiederlegt werden konnte, hat sie praktisch dadurch Einfluss auf die Kursbildung gewonnen, dass eine große Zahl von Anlegern ihr diese Relevanz beimisst. Daher sollte die Chartanalyse bei eigenen Dispositionen berücksichtigt werden.

Unter Churning („Buttern“) wird das häufige Umschichten eines Depots durch einen Vermögensverwalter verstanden. Ziel ist die Vereinnahmung möglichst hoher Gebühren, die zulasten des Anlegers gehen.

Das Tochterunternehmen der Deutsche Börse AG Clearstream entstand im Jahr 2000 aus der Fusion der internationalen Abwicklungsorganisation Cedel International und der Deutsche Börse Clearing AG, die bis zum Wechsel der Trägerschaft von den deutschen Kreditinstituten zur Deutschen Börse AG im Jahr 1997 Deutsche Kassenverein AG hieß. Clearstream obliegt die zentrale Verwaltung und Verwahrung von Wertpapiergeschäften bzw. Effekten in Deutschland. Zu ihren wichtigsten Aufgaben zählt die Durchführung des Wertpapiergiroverkehrs, die Wertpapierleihe und insbesondere die Abwicklung der an der Börse getätigten Geschäfte. Dazu gehören auch der Einzug und die Verteilung von Erträgnissen (Kupons) der verwahrten Wertpapiere.

Der Climax-Indikator dient der Beurteilung des Gesamtmarktes. Aus einer Anzahl den Markt repräsentierender Aktien wird für jede Aktie der sogenannte On-Balance-Volume-Wert errechnet. Nun wird von der Anzahl derjenigen Aktien, die einen neuen Höchstwert erreicht haben, der entweder eine überkaufte oder überverkaufte Situation repräsentiert, die Anzahl der Aktien subtrahiert, die einen neuen Tiefstwert erreicht haben. Eine kontinuierliche Fortsetzung dieser Rechnung ergibt die Climax-Linie. Der Techniker leitet nun aus dem Verlauf des Aktienindex und der Climax-Linie Handelssignale ab, die Rückschlüsse über die technische Stärke der Kursbewegung zulassen. Laufen beide Linien in entgegengesetzte Richtungen, läßt dies auf eine technische Schwäche schließen.

Ein Collar ist die vertragliche Vereinbarung einer Obergrenze und einer Untergrenze für den Preis eines Geschäfts mit dauerhaften Zahlungsströmen. Übersteigt der Referenzwert die vertraglich festgelegte Obergrenze (Cap), so zahlt der Verkäufer dem Käufer des Collars die Differenz zwischen Referenzwert und Obergrenze. Fällt der Referenzwert unter die vereinbarte Untergrenze (Floor), so muss der Käufer des Collars dem Verkäufer die Differenz zum Referenzwert erstatten. Bei einem bilateralen Geschäft, zum Beispiel im Energiebereich, kauft in der Regel jeweils eine Vertragspartei einen Teil der Kombination und verkauft den anderen Teil. So kauft beispielsweise eine Partei den Cap und verkauft gleichzeitig den Floor. Das ermöglicht es, die Kosten des Geschäfts während der Laufzeit im Rahmen zwischen Cap und Floor zu handeln. Im Kreditgeschäft ist es möglich, die Kosten eines Cap zu senken, indem sich der Käufer durch den Floor zur Zahlung eines Mindestzinses verpflichtet.

Bezeichnung für die Unterfonds eines Umbrellafonds.

Differenzkontrakte.

Der Coppock-Indikator ist ein modifizierter, linear gewichteter gleitender Durchschnitt, der in der Chartanalyse verwendet wird. Er besteht in der Addition zweier langfristiger Momentum-Linien. Als Datenpunkte dienen zwei Reihen prozentualer Kursveränderungen des Wertes über eine Anzahl von n Tagen, bezogen auf unterschiedliche Zeiträume. Daraus wird ein gleitender Durchschnitt gebildet, indem der neueste Wert am stärksten, der älteste Wert der n Tage umfassenden Periode am geringsten gewichtet wird. Das Ergebnis ist der Coppock-Indikator, der um die Nulllinie oszilliert. Er dient zum Erkennen langfristiger (mehrjähriger) Trends. Der Indikator liefert ein Kaufsignal, wenn er nach einem längeren Rückgang nach oben dreht. Die Umkehr sollte unterhalb der Nulllinie stattfinden. Ein Verkaufssignal entsteht, wenn der Coppock nach einem längeren Aufstieg nach unten dreht, wobei die Umkehr über der Nulllinie stattfinden muss. Auf Kaufsignale sollte man umgehend reagieren, während man sich im Falle eines Verkaufssignals durchaus noch etwas Zeit lassen kann.

In der angelsächsischen Börsensprache bezeichnet „Cornern“ die konzertierte Aktion eines oder mehrerer Großspekulanten mit dem Ziel, einen Engpass auf einem Markt zu erzeugen, um so den Preis diktieren zu können bzw. die Kurse in die Höhe zu treiben.

Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) beschreibt die Folge der Verteilung einer Investition in eine Anlage über einen längeren Zeitraum. In diesem Fall werden bei fallenden Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile erworben, so dass die Anteile zu einem Durchschnittspreis erworben werden, der zwar über dem günstigsten Preis der Betrachtungsperiode, aber auch unter dem ungünstigsten Preis liegt. Dadurch wird das Problem des richtigen Einstiegszeitpunktes (Timing) auf einen Zeitraum ausgedehnt, wodurch zwar die Folgen von Timing-Fehlern verringert, aber auch gleichzeitig Vorteile des richtigen Timings verspielt werden. Damit bewegt sich der Ertrag der Investition zwischen dem einer Einmalinvestititon zum günstigsten bzw. zum ungünstigsten Einstiegszeitpunkt.

Vermittlerprovision des Maklers bei Abschluss eines Börsengeschäfts. Sie wird in der Regel in Promille des Kurswerts (bei festverzinslichen Wertpapieren vom Nennwert) berechnet.

Covered Warrants (gedeckte Optionsscheine) sind ursprünglich von Emissionshäusern herausgegebene Optionsscheine auf Aktien, die das Recht zum physischen Bezug von Aktien verbriefen, die der Emittent erworben hat bzw. das Recht auf Lieferung derselben. Mittlerweile wird auf diesen Deckungsbestand verzichtet und die Positionen durch Finanztransaktionen abgesichert. Darüber hinaus werden mittlerweile auch Optionsscheine als Covered Warrants bezeichnet, bei denen statt der physischen Lieferung ein Barausgleich möglich ist.

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