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Dachfonds

Auch Funds of Funds genannt, enthält ein Dachfonds Anteile an anderen Fonds, die in der Regel keine Dachfonds sind. Es dürfen maximal bis zu 20 Prozent des Fondsvermögens in Anteilen eines einzigen Investmentfonds angelegt werden. Weiterhin dürfen nicht mehr als höchstens zehn Prozent der ausstehenden Anteile erworben werden. Sie bieten den Vorteil einer größeren Risikostreuung. Durch die auf die Fonds-Investments entfallenden Gebühren sind sie aber in der Regel teurer als herkömmliche Investmentfonds.

Ein Dart-Schein ist eine exotische Optionsscheinform. In den Bedingungen sind mehrere Kursspannen (Ranges) vereinbart. Für jeden Tag (Handels- oder Kalendertag), an dem der Basiswert in einer dieser Spannen bleibt, erhält der Besitzer des Optionsscheines eine in den Bedingungen festgelegte Auszahlung. Der Betrag ist für jede Range ein anderer.

Der Dax (Deutscher Aktienindex) ist der für den deutschen Markt wichtigste Börsenindex. Er wird von der Deutschen Börse aus den Kursen der 30 umsatzstärksten deutschen Aktien berechnet und ist der meist beachtete Indikator für die Entwicklung des Marktes.

Unter Deflation versteht man das anhaltende Sinken des Preisniveaus einer Gütergruppe oder des gesamtwirtschaftlichen Preisniveaus. Es resultiert daraus, dass die Nachfrage dauerhaft unter dem Angebot liegt, also nachhaltige Überkapazitäten bestehen. Erfahrungsgemäß geht eine Deflation mit einer Verringerung der umlaufenden Geldmenge und/oder der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes einher. Gegenteil: Inflation.

Das Delta drückt die absolute Sensitivität des theoretischen Optionswertes in Abhängigkeit von der Änderung des Preises des Basiswerts aus. Das Delta variiert bei Kaufoptionen (Calls) zwischen null und eins, bei Verkaufsoptionen (Puts) zwischen null und minus eins. Eine Kaufoption mit einem Delta von 0,5 steigt beim Anstieg des Preises des zugrunde liegenden Basiswerts um einen Euro um 0,50 Euro. Die Höhe des Delta ist von der Moneyness des Optionsscheins abhängig und verändert sich mit den Kursveränderungen des Basiswerts. Je tiefer ein Optionsschein im Geld ist, desto höher ist sein Delta.

Mit dem Demand-Index sollen auf Basis von Volumen- und Kursdaten Wechsel im Kursverlauf prognostiziert werden. Grundlage ist die Beobachtung, dass vor Trendwechseln der Kurse häufig Wechsel im Volumen stattfinden. Der Demand-Index wird als Quotient aus Kaufkraft und Verkaufsdruck berechnet, wonach bei einem Wert von über eins mit steigenden Kursen gerechnet wird. Charttechniker leiten aus dem Verlauf des Aktienkurses und des Demand-Index die technische Stärke der Kursbewegung bzw. Handelssignale ab. Laufen beide Linien in entgegengesetzte Richtungen, lässt das auf technische Schwäche schließen. Gewöhnlich folgt einer extremen Spitze im Demand-Index eine weitere Rally des Kurses zu einem neuen Hoch. Der Durchbruch der Demand-Index-Linie durch ihren Trend gilt als Trendwendesignal.

Im weiteren Sinne der Ort, an dem Wertpapiere verwahrt und von einer Bank für den Kunden entgeltlich verwaltet werden.

Fondsgesellschaften dürfen die von ihr aufgelegten Sondervermögen (Fonds) nicht selbst verwahren, damit dieses strikt vom Vermögen der Gesellschaft getrennt bleibt. Die Verwahrungsaufgabe übernimmt die Depotbank. Bei Fondsgesellschaften von Banken übernehmen zumeist die Mutterinstitute diese Aufgabe. Aufgabe der Depotbank sind die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen sowie die Prüfung der von der Fondsgesellschaft ermittelten börsentäglichen Ausgabe- und Rücknahmepreise, die Durchführung der Ausschüttungen an die Anteilinhaber, aber auch die Abwicklung des Fondsvermögens im Falle der Auflösung des Fonds.

Für ihre Verwahrungs- und Verwaltungstätigkeit erhält die Depotbank eine Vergütung, die in Promille des Fondsvermögens bemessen wird. Diese wird aus dem Fondsvermögen bezahlt und geht daher zulasten der Wertentwicklung des Fonds.

Aktionären steht auf Hauptversammlungen ein Stimmrecht, in der Regel in Höhe ihres Anteils am Aktienkapital zu. Verzichtet der Anleger auf die Wahrnehmung des Stimmrechts, kann er dieses im Einzelfall nach genau spezifizierten Weisungen, üblicherweise mittels Pauschalerklärung an die depotführende Bank übertragen.

Finanzinstrumente, deren Preise sich nach den Kursschwankungen oder den Preiserwartungen anderer Investments richten. Derivate sind so konstruiert, dass sie die Schwankungen der Preise dieser Anlageobjekte überproportional nachvollziehen. Daher lassen sie sich sowohl zur Absicherung gegen Wertverluste als auch zur Spekulation auf Kursgewinne des Basiswerts verwenden. Zu den wichtigsten Derivaten zählen Zertifikate, Optionen, Futures und Swaps.

Vorgänger von Clearstream, dem bis 1997 die Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren, die Durchführung des Wertpapiergiroverkehrs, die Wertpapierleihe und insbesondere die Abwicklung der an der Börse getätigten Geschäfte in Deutschland oblag.

Die Deutsche Terminbörse (DTB) löste Anfang 1990 den bis dahin an den deutschen Börsen betriebenen Aktienoptionshandel ab, der den Anforderungen eines modernen Marktes nicht mehr entsprach. Sie wurde Ende 1998 durch die Eurex abgelöst.

Devisen sind Forderungen auf ausländische Währungen. Sie können aus Guthaben oder Schecks auf ausländische Währungen bestehen. Ausländische Banknoten werden nicht als Devisen, sondern als Sorten bezeichnet.

Ein Devisen-Future ist die vertragliche Verpflichtung zweier Vertragspartner, eine Devise zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem vorher festgelegten Kurs zu liefern. Kauft man einen Devisen-Future, so hat man das Recht, am Ende der Laufzeit eines Futures die Devise zu dem festgelegten Kurs zu erhalten. Verkauft man einen Devisen-Future, muss man die Devise zu diesem Zeitpunkt liefern.

Eine Devisen-Option ist die vertragliche Option zweier Vertragspartner, eine festgelegte Devise zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem vorher festgelegten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen. Im Unterschied zu einem Devisen-Future erfolgt nie eine physische Lieferung, so dass bei Devisen-Optionen der Kursgewinn stets in Form eines Barausgleichs vom Emittenten ausgezahlt wird.

Eine Devisenbörse ist eine Börse, an der Fremdwährungen gehandelt werden. Die dort festgestellten amtlichen Mittelkurse sind wichtige Orientierungsmarken für den Wert einer Währung. Mit der Einführung des Euro entfiel die Notwendigkeit der Feststellung eines Mittelkurses in Deutschland, so dass der börsliche Devisenhandel in Deutschland an Bedeutung verloren hat.

Der Devisenkurs gibt den Kurs an, zu dem eine Devise gekauft (Geldkurs/Bid) oder verkauft (Briefkurs/Ask) werden kann. Von der Differenz (Spread) profitieren die Börsenmakler oder Banken, die einen Devisenkurs stellen. Je illiquider eine Devise ist, desto höher ist diese Differenz.

Markt für den Handel mit ausländischen Währungen. Am Devisenmarkt bildet sich der Devisenkurs (Wechselkurs) als Preis (Gegenwert) einer ausländischen Währung im Verhältnis zur inländischen.

Deutscher Name für CFDs (Contracts for Difference). Es handelt sich dabei um Terminkontrakte, die sich nicht auf den vollen Preis des Basiswerts beziehen, sondern lediglich auf Veränderung des Preises beziehen. Ihre Konstruktion entspricht der von Terminkontrakten, indes besteht jedoch keine Lieferverpflichtung. Aufgrund der häufig sehr hohen Hebelung durch geringe Margen handelt es sich um hochspekulative Geschäfte, bei denen sehr rasch das eingesetzte Kapital übersteigende Verluste entstehen können.

Auch Wertpapierabgeld genannt, handelt es sich bei der Neuausgabe von Wertpapieren um diejenige Geldsumme, um den der Ausgabepreis den Nennbetrag unterschreitet bzw. der Betrag, um den der Börsenkurs den inneren Wert unterschreitet. Betrügt der Nennwert einer Anleihe 100 Euro und wird diese zu 99,5 Prozent begeben, so beträgt das Disagio 50 Cent. Gegensatz: Agio.

Discount-Broker bieten in der Regel niedrigere Gebühren und Aufschläge im Wertpapierhandel als Filialbanken. Dafür bieten sie in der Regel keine Beratungs- und andere Dienstleistungen an.

Ein Diskont ist ein vorgenommener Abzug von Zinsen auf einen Betrag, der zu einem späteren Termin fällig ist. Dies geschieht beispielsweise bei Wechseln, die vor Fälligkeitsdatum bei einer Bank eingereicht werden oder bei Finanzierungsschätzen des Bundes.

Der Diskontsatz ist ein von der Zentralbank definierter Zinssatz, zu dem Banken Wechsel verpfänden können. Mit dem Übergang der Zuständigkeit für die Geldpolitik auf die Europäische Zentralbank (EZB) wurde das Diskontgeschäft eingestellt. Diskontgeschäft wird indes noch von der amerikanischen Zentralbank Federal Reserve und der Bank of Japan betrieben, ist aber nicht das zentrale Steuerungsinstrument.

Unter Diversifikation versteht man die Verteilung von Risiken auf mehrere Risikoträger mit einer möglichst geringen Korrelation. In einem Portfolio wird im Zuge dessen das Vermögen auf unterschiedliche Investments verteilt.

Die Dividende ist der auf eine Aktie entfallende Anteil an der Gewinnausschüttung einer Aktiengesellschaft. Der Ausschüttungsbetrag entspricht nicht dem Reingewinn, da dieser vor der Auszahlung durch Zuführungen zu Rücklagen reduziert werden kann. Über die Dividendenhöhe und ihre Auszahlung entscheidet die Hauptversammlung. Während in England und den Vereinigten Staaten die Dividende auch quartalsweise ausgezahlt wird, wird sie in Deutschland regulär jährlich ausbezahlt.

Am Tag der Dividendenzahlung vorgenommener rechnerischer Abschlag auf die Aktiennotierung in Höhe der Bruttodividende.

Für Vorzugsaktien, deren Inhaber im Gegensatz zu Stammaktionären bei einer Hauptversammlung kein Stimmrecht haben, werden in der Satzung der Gesellschaft häufig Mindestdividenden garantiert. In schlechten Jahren kann diese aber entfallen. In besseren Jahren werden aber die Aktien mit Dividendengarantie vorrangig bedient, überdies kann ein Nachzahlungsanspruch bestehen.

Die Dividendenrendite ergibt sich aus der Division der Dividende durch den aktuellen Aktienkurs multipliziert mit 100. Sie gibt die Verzinsung des investierten Aktienkapitals je Aktie in Prozent an.

Zur Vermeidung der doppelten Besteuerung von ausländischen Einkünften im Inland und Einkünften von Ausländern im Inland hat die Bundesrepublik mit der überwiegenden Mehrheit aller Staaten völkerrechtliche Verträge abgeschlossen. Diese beidseitig verpflichtenden Vertragswerke teilen das Besteuerungsrecht für bestimmte Einkunftsarten zwischen den beiden Staaten aufzuteilen. Ob die Staaten tatsächlich von ihrem Besteuerungsrecht Gebrauch machen, ergibt sich aber aus dem nationalen Steuerrecht.

Bei einer Doppelwährungsanleihe erfolgen Mittelaufbringung und Tilgung nicht in der gleichen Währung. Die Währung in der die Zinszahlungen erfolgen, wird in den Emissionsbedingungen festgelegt.

Der Dow Jones Industrial Average Index (DJII) ist der bekannteste Börsenindex der Welt und wird von der Nachrichtenagentur Dow Jones seit 1895 ermittelt. Er spiegelt die Kursentwicklung von 30 der bedeutendsten Aktien der amerikanischen Börsen wider. Im Gegensatz zu neueren Indizes sind die Aktien nicht nach Marktkapitalisierung gewichtet. Zudem handelt es sich um einen reinen Kursindex, so dass zum Beispiel Dividendenzahlungen keinen Eingang in die Indexentwicklung finden. Überdies gibt es keine festgelegten Aufnahmekritierien, stattdessen wird die Zusammensetzung durch ein unabhängiges Komittee des „Wall Street Journal“ festgelegt.

Mittels der Einteilung von Investments nach periodischen Auf- oder Abwärtsbewegungen soll der Ertrag für jeden beliebigen Zeitraum in der Zukunft näherungsweise geschätzt werden können. Falls sich ein Investment über einen Zeitraum von drei Monaten positiv entwickelt und in den drei darauffolgenden Monaten ebenfalls positiv, so spricht man von einem Up-Up-Investment. Ist die Entwicklung zunächst positiv und danach negativ, so handelt es sich um eine Up-Down-Anlage. Diese Betrachtung kann als Unterstützung bei Investitionsentscheidungen dienen. Gemäß dieser Theorie empfiehlt es sich zum Beispiel genau am Ende einer Down-Periode in einen Down-Up-Fonds zu investieren, da dessen Wertentwicklung in eine Up-Phase übergehen müsste.

Dieser auf Englisch als „Triple Witching Day“ bezeichnete Tag ist jeweils der dritte Freitag im März, Juni, September, und Dezember. Es ist der letzte Handelstag sowohl für den Dax-Future, als auch Aktien- und Dax-Optionen.

Bindungsdauer des in einem festverzinslichen Wertpapier oder Wertpapiervermögen angelegten Kapitals. Die Duration ist kürzer als die Restlaufzeit, da sich durch zwischenzeitliche Zinszahlungen auf das angelegte Kapital die Amortisationsdauer verkürzt. Sie ist das Maß der Zinssensitivität der Anleihen. Bei null-Kupon-Anleihen (Zerobonds) entspricht die Duration der Laufzeit, da ja die Zinszahlungen implizit erst am Ende der Laufzeit anfallen. Sie sind daher besonders zinssensibel.

Ergebnisberechnung nach der Formel der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung, die einen exakten Vergleich zwischen verschiedenen Aktiengesellschaften ermöglichen soll und den Jahresgewinn eines Unternehmens, korrigiert um etwaige Sondereinflüsse, widerspiegelt. Das DVFA-Ergebnis wurde bis zur Etablierung internationaler Rechnungslegungsstandards bei Berechnungen des Kurs-Gewinn-Verhältnisses zugrunde gelegt.

Bei einer dynamischen Absicherung von Investments werden Stopps, d.h. Kauf- oder Verkaufslimits laufend an den aktuellen Kurs angepasst, in dem sie zumeist als Prozentbeträge angegeben werden.

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