E

Ebit

Die Abkürzung Ebit steht für Earnings before interest and taxes und bezeichnet den Gewinn vor Zinsen und Steuern und außerordentlichem Ergebnis. Es handelt sich daher um eine bereinigte Gewinngröße, die gerne auch als operatives Ergebnis oder Betriebsergebnis bezeichnet wird. Insbesondere im ersten Fall ist die Gleichsetzung nicht unumstritten, da im Ebit auch Ab- und Zuschreibungen auf das Anlagevermögen enthalten sind.

Die Bezeichnung Ebitda steht für Earnings Before Interests, Taxes, Depreciation and Amortisation und bezeichnet das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte. Die Kennzahl soll Vergleiche der operativen Ertragskraft von Gesellschaften ermöglichen, die unter verschiedenen Standards bilanzieren. Indes ist ihre Aussagekraft aufgrund der vielen ausgeklammerten Faktoren eingeschränkt, da die Kennzahl vergleichsweise leicht manipulierbar ist.

Abkürzung für European Currency Unit (= Europäische Währungseinheit). Der Ecu war ein Vorläufer des Euro und bestand aus einem Währungskorb, in dem die Währungen der Mitgliedsländer eine feste Gewichtung hatten.

Sammelbegriff für am Kapitalmarkt handelbare und vertretbare Wertpapiere. Zu ihnen zählen Aktien, Anleihen aber auch Derivate oder Optionsanleihen. Vertretbarkeit besteht dann, wenn die gehandelten Effekten eines Emittenten austauschbar sind, das heißt einheitlich nach Gattung, Stückzahl oder Nennwert bestimmt sind.

Der Effektengiroverkehr zwischen Banken ermöglicht die stückelose Übertragung von Effekten. Die Banken hinterlegen die zur Girosammelverwahrung zugelassenen Stücke bei einer Wertpapiersammelbank, so dass die Effekten buchmäßig übertragen werden können.

Unter einem Effektenlombardkredit wird die Beleihung von Wertpapieren verstanden. Diese können in der Regel nicht bis zum vollen Nominal- bzw. Kurswert beliehen werden (Anleihen in der Regel zu 80 und Aktien zu 50 Prozent). Sofern der Wert der Sicherheiten unter das Volumen des in Anspruch genommenen Kredits fällt, kann der Kreditgeber Nachschuss verlangen. Kommt der Kreditnehmer dieser Verpflichtung nicht nach, ist der Kreditgeber berechtigt, das Depot ganz oder teilweise zu liquidieren.

Physisch aufgelegte Wertpapiere mit Mantel, Bogen, Zins- oder Dividendenschein. In der Zeit des weitgehend elektronischen Wertpapierhandels sind effektive Lieferungen ungebräuchlich geworden.

Die Effektivverzinsung gibt die reale Verzinsung eines Investments oder Kredits an, nach Abzug aller Nebenkosten wie dem Agio und anderen Gebühren. Gegenteil: Nominalzins.

Wertpapierorders einer Bank auf eigene Rechnung.

Eigenkapitalfonds sind Varianten geschlossener Fonds, die auf eine Hebelung durch zusätrzliche Kreditaufnahme verzichten und daher als sicherer gelten.

Die Eigenkapitalquote errechnet sich als Prozentanteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital. Bezogen auf ein Investment vermag eine niedrige Eigenkapitalquote die Rentabilität des eingesetzten (Eigen-)Kapitals zu erhöhen. Dieser Zusammenhang wird als Hebel- oder Leverage-Effekt bezeichnet. Indes erhöht dies auch die Risiken, da auf das aufgenommene Fremdkapital auch bei einem Fehlschlagen des Investments Zins und Tilgung zu entrichten sind.

Ausgleich von Leerposition durch den Erwerb zuvor leer verkaufter Werte.

Der Einschuss (margin) dient bei Käufen am Terminmarkt als Sicherheitsleistung für die Risiken bei Termingeschäften. Siehe Marge.

Eine eingebettete Option ist ein Merkmal einer finanziellen Sicherheit, mit der Emittenten oder Inhaber zu einem späteren Zeitpunkt bestimmte Maßnahmen gegen die andere Partei ergreifen können.

Eine Eingebettete Option (Embedded Options) ist eine Komponente einer finanziellen Sicherheit, die dem Emittenten oder dem Inhaber das Recht gibt, in Zukunft eine bestimmte Maßnahme zu ergreifen.

Eine eingebettete Option ist ein untrennbarer Bestandteil einer anderen Sicherheit, die nicht als eigenständige Entität existieren kann.

Die Aufnahme einer eingebetteten Option kann den Wert dieser finanziellen Sicherheit erheblich beeinflussen.

Eine Emission bezeichnet den Prozess des Auf-den-Markt-Bringens von Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen.

Ein Emissionsinstitut ist ein Kreditinstitut, das die Emission eines Wertpapiers durchführt.

Ein Emittent ist ein Herausgeber von Wertpapieren. Bei Aktien handelt es sich dabei um Unternehmen; bei Anleihen kann es sich um Unternehmen, öffentliche Körperschaften, den Staat und andere Institutionen handeln.

Enge Märkte zeichnen sich durch ein geringes Umsatzvolumen aus. Entweder ist dann das Gesamtvolumen der gehandelten Papiere oder aber derjenige Anteil, der sich im Streubesitz befindet. Auf engen Märkten können bereits kleine Orders zu starken Kursausschlägen führen.

Entnahme- oder Auszahlungspläne sind praktisch das Gegenstück zu Sparplänen. Im Rahmen eines Entnahmeplans werden regelmäßig feste Beträge aus dem angelegten Vermögen an den Anleger ausbezahlt. Dabei ist zu entscheiden zwischen Entnahmeplänen mit oder ohne Kapitalverzehr.

Erster festgestellter Kurs nach Eröffnung des Börsenhandels.

Die Erfüllungsgarantie der Clearing-Stelle dient den Marktteilnehmern am Terminmarkt als Sicherheit, daß alle Terminkontrakte auch vollständig abgewickelt werden.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen ist eine Position in der Gewinn- und Verlustrechnung von Banken. Es handelt sich dabei nicht um eine Zwischenposition, sondern um den Saldo der Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von nicht-konsolidierten Anteilen an verbundenen Unternehmen, Tochterunternehmen, Beteiligungen, Fondsanteilen, Wertpapieren, Grundstücken und sonstigen Handelsbeständen. Die Finanz- und Kapitalanlagen selbst werden in der Bilanz aufgeführt.

Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist eine Definition der Bilanzierung nach HGB und eine Zwischenposition in der Gewinn- und Verlustrechnung vor und wird auch als Gewinn vor Ertragssteuern bezeichnet. Es weist die Gegenüberstellung der Gesamtleistung und der Finanzerträge des Unternehmens in der abgelaufenen Rechnungsperiode einerseits und der betrieblichen Aufwendungen andererseits aus. Indes täuscht die Bezeichnung etwas, denn es handelt sich dabei keineswegs, um das Betriebsergebnis der Kostenrechnung, denn dies ist bereits saldiert im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) enthalten. Der Ausdruck „Geschäftstätigkeit“ soll verdeutlichen, dass es sich hierbei um den gesamten internen Aufwand und Ertrag handelt. Das heißt, die Posten, die noch nicht unter das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fallen, ergeben sich durch „externe“ Einflussfaktoren, die nicht direkt mit der eigentlichen Geschäftstätigkeit zusammenhängen.

Erhaltenen Auszahlungen sind Bestandteile des Umlaufvermögens. Es handelt sich dabei um Gelder, die aus Forderungen, Verbindlichkeiten und ähnlichen Positionen resultieren.

Erträge mehren den Unternehmenserfolg durch einen Wertzugang aufgrund der Erstellung oder den Verkauf von Gütern. Er muss dabei nicht unmittelbar zahlungswirksam werden. Unterschieden werden ordentliche und außerordentliche Erträge. Mit Erträgen werden auch unscharferweise Gewinne bezeichnet. So werden in der Fondsbranche Zins- und Dividendeneinnahmen als ordentliche Erträge im Gegensatz zu außerordentlichen Erträgen aus dem Verkauf von Anteilen sowie Erlösen aus Bezugsrechten bezeichnet. Ordentliche Erträge aus Fondsinvestments unterliegen vollständig der Steuerpflicht.

Gesamtbild aller fundamentalen Daten bezüglich der Gewinne einer Gesellschaft.

Die Ertragssteueransprüche sind ein Aktivposten in der Bilanz und stellen eine Forderung an den Staat dar.

Ertragssteuern werden nach HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abgezogen. Es handelt sich dabei um diejenigen Steuern, deren Bemessungsgrundlage das wirtschaftliche Ergebnis (Ertrag, Gewinn) ist.

Ertragssteuerverpflichtungen sind ein Passivposten der Bilanz und stellen eine Verbindlichkeit gegenüber dem Staat dar.

Eskomptieren bedeutete Vorwegnehmen und bezeichnet bei Wertpapieren den Umstand, dass sich der Kurs bereits im Vorhinein an die Auswirkungen bevorstehender Ereignisse anpasst. Spekulieren Anleger etwa auf die Vorlage guter Ergebnisse durch eine Gesellschaft, so steigt der Kurs womöglich bereits im Vorfeld der Ergebnisse und passt sich nach der tatsächlichen Vorlage der Ergebnisse nur noch soweit an, wie Erwartung und Realität auseinanderlagen.

Abkürzung für Exchange Traded Funds. Dabei handelt es sich im enegern Sinne um Fonds, deren Vermögensstruktur an die Zusammensetzung und interne Gewichtung eines Index' gebunden ist und die jederzeit ohne Ausgabeaufschlag gehandelt werden können. Beim An- und Verkauf wird lediglich ein vergleichsweise deutlich geringere Differenz (Spread) berechnet. Inzwischen werden auch einige aktive gemanagte Fonds, die über die Börse handelbar sind, als ETFs bezeichnet. Im Zuge des verstärkten Börsenhandels klassischer Investmentfonds hat sich damit die Trennung zwischen den beiden Investmentkategorien mittlerweile vermischt. Im Januar 2007 waren rund 215 ETFs in Deutschland zum Handel zugelassen, davon waren 188 Indexfonds, also ETFs im engeren Sinne.

Investmentfonds, deren Anlagegrundsätze sich nicht allein nach Renditegesichtspunkten richten. Aufgrund von Werturteilen werden Investments in bestimmten Branchen oder Kategorien von Unternehmen unterlassen bzw. bevorzugt. Zu den ausgeschlossenen Branchen zählen häufig die Rüstungs- und die Tabakindustrie.

Die Eurex entstand Ende 1998 durch den Zusammenschluss der Deutschen und der Schweizer Terminbörse als gemeinsame Plattform für den Handel mit Optionen und Futures. Sie ist inzwischen die weltweit größte Terminbörse und der führende Abwickler des Wertapapierhandels in Europa.

European Interbank Offered Rate. Es handelt sich dabei um den Zinssatz, den europäische Banken voneinander beim Handel von Einlagen mit einer festgelegten Laufzeit von einer Woche sowie zwischen einem und zwölf Monaten verlangen. Er ist bei variabel verzinslichen Euro-Anleihen der wichtigste Referenzzinssatz.

Am Euromarkt gehandelte Anleihen mit kurzer Laufzeit.

STOXX und EUROSTOXX sind Marken von Dow Jones. Das amerikanische Unternehmen Dow Jones hat eine Indexfamilie etabliert, um die verschiedenen europäischen Märkte überschaubarer zu machen, indem es Indizes geschaffen hat, die die größten europäischen Unternehmen enthalten und so einen groben Überblick geben, was an einem Handelstag in Europa geschieht. Zudem wurde mit der Einführung zwischen den 50 größten europäischen Unternehmen allgemein (STOXX50) und den 50 größten europäischen Unternehmen aus dm Euro-Raum (EUROSTOXX50) unterschieden. Insbesondere der EUROSTOXX hat sich zu einem der führenden Börsenbarometer Europas entwickelt. Der STOXX50 wird dagegen entgegen seiner Bedeutung häufig in den deutschen Medien vernachlässigt. Durch die Hinzunahme schweizerischer und britischer Unternehmen unterscheidet sich die Zusammensetzung der beiden Indizes vor allem dadurch, dass der STOXX eine wesentlich höhere Gewichtung der Pharmawerte hat.

Im engeren Sinne in Euro denominierte Staatsanleihen der Länder der Eurozone. Im weiteren Sinne schließt der Begriff auch in Euro denominierte Emissionen anderer Länder mit ein. Bisweilen wird er auch synonym für Anleihen aus europäischen Ländern in ihrer Gesamt heit verwendet.

Das Anrechnungsverfahren war ein Körperschaftsteuersystem, das ein Recht für den Aktionär begründete, die auf seine Dividende entfallene Körperschaftsteuer in vollem Umfang (nämlich in Höhe von 9/16 der Dividende) auf seine Einkommensteuerschuld anzurechnen. Es galt in Deutschland von 1977 bis 2000 und wurde durch das Halbeinkünfteverfahren ersetzt.

Im Gegensatz zu einer Amerikanischen Option kann eine Europäische Option nur am Verfallstag der Option gewandelt werden.

Die EZB hat am 1. Januar 1999 die geldpolitische Verantwortung von den nationalen Notenbanken der Eurozone übernommen. Sie ist Nachfolger des Europäischen Währungsinstituts (EWI) und nach deutschem Vorbild unabhängig von Weisungen politischer Instanzen. Wesentliches Entscheidungsgremium ist der Rat der EZB. Diesem gehören die Präsidenten der Notenbanken der Euro-Teilnehmerländer und das Direktorium der EZB an. Das sechsköpfige Direktorium ist die Geschäftsführung des Instituts. Die Leitlinien der europäischen Geldpolitik werden vom Rat festgelegt. Die EZB formt das System der Europäischen Zentralbanken (ESZB) zusammen mit den nationalen Notenbanken der Euro-Teilnehmerländer. Der Sitz der Europäischen Zentralbank ist Frankfurt am Main.

Als Vorläufer des Euro regelte das EWS die Wechselkurse zwischen den jeweiligen Währungen und sollte vor der Einführung einer Einheitswährung diese Kurse in ein stabiles Verhältnis zueinander bringen. Die Kurse durften nur in einer engen Bandbreite schwanken und mussten von den Notenbanken der Mitgliedsstaaten in diesen Bandbreiten gehalten werden.

Europäischer Aktienindex, der sich aus den Anteilsscheinen von 50 repräsentativen Aktiengesellschaften aus den Ländern der Eurozone zusammensetzt. Des weiteren gibt es den Stoxx 50, der 50 ausgewählte Standardwerte aus ganz Europa umfasst.

Dieser Kurshinweis besagt, dass es sich um die erste Kursnotiz nach Abschlag eines zuvor miteingerechneten Bezugsrechts handelt.

Dieser Kurshinweis besagt, dass es sich um die erste Notiz nach einer Umstellung auf das aus Gesellschaftsmitteln berichtigte Aktienkapital handelt, und dieser daher einen Berichtigungsabschlag enthält.

Dieser Kurshinweis besagt, dass es sich um die erste Kursnotiz nach der Zahlung der Dividende, also abzüglich Dividendenabschlag handelt.

siehe ETF.

Mit einem Exit bezeichnet man den Ausstieg eines Investors aus einer Unternehmung. In der Regel spricht man von einem Exit, wenn
eine Beteiligung an einer Gesellschaft an die Börse gebracht wird diese Beteiligung an eine andere Gesellschaft verkauft wird die Beteiligung an einen anderen Investor verkauft wird oder die Beteiligung an das Management verkauft wird (Management-Buy-Out, MBO)
Diese Alternativen bezeichnet man auch als „Exitkanäle“.

Die unterschiedlichen Möglichkeiten des Rückzugs eines Investors aus einem wesentlichen Engagement (vgl. Exit).

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