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Fairer Wert

Auf Basis optionspreistheoretischer Modelle errechneter Preis einer Option, bei der sich Gewinn- und Verlustwahrscheinlichkeit die Waage halten. Hier fließen auch Parameter ein, die sich nicht aus dem Kurswert oder dem inneren Wert eines Optionsscheins ableiten lassen wie die Volatilität des Basisinstruments, das Zinsniveau und die Dividendenrendite. Bei Zertifikaten entspricht er dem Produkt von Bezugsverhältnis und Kurs des Basiswerts, wobei die Geld-Brief-Spanne (Spread) nicht berücksichtigt wird.

Abkürzung für die amerikanische Notenbank Federal Reserve Board.

Tageszinssatz für die Leihgeschäfte innerhalb des amerikanischen Bankensektors für Kredite zur Deckung der Mindestreserveverpflichtungen. Er ist der Leitzins der amerikanischen Geldpolitik und wird von der Fed festgelegt.

Einlagen bei einer Geschäftsbank mit einer befristeten Laufzeit von in der Regel zwischen 30 und 360 Tagen. Der Rückzahlungstermin ist genau bestimmt und kann nicht verkürzt werden.

Die Einräumung einer Festpreisgarantie gewährleistet, dass das geplante Objekt zu eben diesem von vornherein fixiertem Preis schlüsselfertig übergeben wird. Vor allem unter dem Aspekt der Kosten- und Kalkulationssicherheit ist die Gewährleistung eines Festpreises von großer Bedeutung.

Festverzinsliche Wertpapiere sind Anleihen, deren Verzinsung als bestimmten, zu festgelegten Stichtagen zu zahlendem Prozentsatz des Nominalwerts festgelegt ist.

Eine unendliche Zahlenreihe, die mit 0 und 1 beginnt. Jede weitere Zahl entspricht dabei der Summe der beiden vorangegangenen Zahlen. Damit lautet der Anfang der Zahlenreihe 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89 usw. Der Quotient von zwei aufeinanderfolgenden Zahlen (z.B. 55 und 89) läuft immer mehr gegen 0,618, je höher die Zahlen werden. Der Quotient aus einer Zahl und der jeweils übernächsten (z.B. 21 und 55) nähert sich dabei immer mehr 0,382 an. Diese beiden Quotienten 0,618 und 0,382 werden häufig benutzt, um das Korrekturpotential nach vorausgegangenen Kursbewegungen zu bestimmen. Die Theorie stützt sich darauf, dass bei Gegenbewegungen häufig Widerstands- oder Unterstützungslinien zu beobachten sind, an denen die Kursbewegung vergleichsweise häufiger zum Stehen kommt. Diese Linien (Retracments) können durch Fibonacci-Verhältnisse häufig mit hoher Genauigkeit bestimmt werden.

Financial Futures (Finanzterminkontrakte) sind im engeren Sinne Terminkontrakte auf Finanztitel wie Aktien, Anleihen oder Devisen. Im weiteren Sinne wird zwischen Terminkontrakten und Finanzterminkontrakten häufig nicht unterschieden.

Nach HGB zählen zu den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an diese, Beteiligungen, Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sowie Wertpapiere des Anlagevermögens.

Finanzierungsschätze sind kurzlaufende Schuldverschreibungen des Bundes mit Laufzeiten von in der Regel ein oder zwei Jahren. Sie werden nicht an der Börse gehandelt und können auch nicht vorzeitig zurückgegeben werden. Emittiert werden sie als Nullkuponpapiere (Diskontpapiere). Der Mindestanlagebetrag beträgt 500 Euro.

Siehe Financial Futures.

Unter den Finanzverbindlichkeiten werden in der Bilanz eines Unternehmens alle verzinslichen Verpflichtungen ausgewiesen, die zum Stichtag bestanden. Sie sind ein Unterposten der Verbindlichkeiten auf der Passivseite der Bilanz.

Variabel verzinsliche Anleihen, deren Kupon sich meist an einem Referenzzinssatz orientiert. Dies ist bei Euro-Anleihen in der Regel der Euribor, meist für drei, auch für sechs oder zwölf Monate. Dabei entspricht der gewählte Referenzzinssatz in der Regel der Auszahlungsfrequenz der Anleihezinsen. Je nach Bonität des Emittenten wird auf die Zinssätze ein Zuschlag gezahlt, der umso höher ausfällt, je schlechter die Kreditqualität des Schuldners ist. In selten Fällen wird auch ein Abschlag berechnet. Bei Anleihen in Dollar und Pfund wird in der Regel der Libor zugrunde gelegt. Floater eignen sich besonders in Zeiten steigender Zinsen. Ist die Anlage von Geldern auf dem Geldmarkt lukrativer, weil die Renditen höher sind als bei Anlagen mit längerer Zinsbindung, bezeichnet als inverse Zinsstruktur, steigt die Nachfrage nach variabel verzinslichen Anleihen. Reverse Floating Rate Notes (Reverse Floater) bringen einen höheren Zinsertrag, wenn der Referenzzinssatz sinkt. Sie sichern somit gegen sinkende Geldmarktzinsen ab.

Ein Floor ist ein Zinsoptionsgeschäft, bei dem bezogen auf einen zugrundeliegenden nominellen Kapitalbetrag eine vertragliche Vereinbarung einer Zinsuntergrenze eingegangen wird. Der Käufer erwirbt gegen Zahlung einer Prämie das Recht, vom Verkäufer des Floors die Differenz zur Zinsuntergrenze zu erhalten, falls der Referenzzinssatz die vereinbarte Untergrenze an einem Festlegungstermin unterschreitet. Dadurch sichert sich der Investor eine Mindestrendite in Höhe des Floor-Basispreises abzüglich der Prämienzahlung. Er bildet somit das Gegenstück zum Cap.

siehe Investmentfonds.

Unterform einer Kapitallebensversicherung, bei der der Sparanteil der Versicherungsprämie direkt in Anteilen eines oder mehrerer Investmentfonds angelegt wird.

Siehe Investmentgesellschaft.

Verwalter eines Investmentsondervermögens (Investmentfonds). Er trifft die Anlageentscheidungen im Rahmen der Anlagebedingungen, der Anlagegrundsätze und der gesetzlichen Anlagegrenzen. Der Fondsmanager hat die Aufgabe, das Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Chancen und der eingegangenen Risiken möglichst ertragreich und sicher anzulegen.

Fondspicking bezeichnet die individuelle Auswahl von Fonds, die sich nach eigener Einschätzung besser entwickeln werden als andere Fonds des gleichen Segments. Dabei wird nicht nur die Wertentwicklung und andere vergangenheitsbezogene Kennziffern analysiert und mit dem eingegangenen Risiko verglichen, sondern auch die gegenwärtige Struktur und Anlagestrategie eines Fonds bewertet.

Mit dem Ausdruck Rating wird eine Vielzahl von Beurteilungsverfahren bezeichnet, die am Ende eine Bewertung in Form einer Note erlauben. Dabei finden im Unterschied zum quantiativen Ranking, das lediglich auf einer Betrachtung der quantitativen Daten (vor allem Wertentwicklung und Volatilität) beruht, auch qualitative Kriterien Eingang wie eine Bewertung der Anlagestrategie und des Fondsmanagements.

Fondsshops bieten eine mehr oder weniger breite Palette von Fonds unterschiedlicher Kapitalanlagegesellschaften an. Sie treten als unabhängige Vermittler und Berater auf, finanzieren sich aber über Provisionen, die zumeist aus der Managementgebühr finanziert werden.

Einige Banken und Kapitalanlagegesellschaften berechnen für einen Umtausch von Fondsanteilen innerhalb der konzerneigenen Fondspalette nur einen reduzierten oder gar keinen Ausgabeaufschlag (Switchgebühr).

Gesamtheit aller im Fonds befindlichen Vermögenswerte einschließlich Barvermögen.

Forderungen bezeichnen Ansprüche eines Unternehmens auf Zahlungen, die noch nicht liquiditätswirksam sind. Sie stellen einen Aktivposten der Bilanz dar. Gegenteil: Verbindlichkeiten.

Die Bilanzposition „Forderungen an Kreditinstitute“ ist ein typischer Posten auf der Aktivseite von Bankbilanzen und umfasst alle Forderungen der bilanzierenden Bank an eine andere. Kredite im Interbankengeschäft schlagen sich hier nieder.

Forschung -und Entwicklungskosten werden in der Gewinn -und Verlustrechnung ausgewiesen und umfassen die Aufwendungen für die Entwicklung neuer Produkte.

Das Handelssegment „Freiverkehr“ der Frankfurter Wertpapierbörse wurde im Oktober 2005 in „Open Market“ umbenannt. Es ist neben den Segmenten „Amtlicher Markt“ („Amtlicher Handel“) und „Geregelter Markt“ das dritte gesetzlich reglementierte Marktsegment, ist aber im Unterschied zu ihnen kein amtliches, sondern ein privatrechtlich organisiertes Segment. Im weiteren Sinne wird auch der unregulierte, außerbörsliche Handel bisweilen als Freiverkehr bezeichnet. Die Wertpapiere bzw. die Unternehmen unterliegen wenig strengen Einbeziehungsvoraussetzungen und die Emittenten keinen Folgepflichten. Bei Wertpapieren, die an keinem organisierten Markt gehandelt werden, muss der Antragsteller nähere Angaben über den Emittenten in Form eines von der nationalen Aufsichtsbehörde gebilligten Prospekts oder Exposés vorlegen. Zudem ist der Antragsteller verpflichtet die Deutsche Börse AG über wesentliche Umstände bezüglich der einbezogenen Wertpapiere bzw. der Emittenten unverzüglich und schriftlich zu informieren. Der weitaus größte Teil der gehandelten Wertpapiere entfällt auf Optionsscheine und Zertifikate, während Aktien und Anleihen nur einen kleinen Teil des Marktes ausmachen. Aktienemissionen im Freiverkehr sind meist von geringer Größe, entweder weil die Unternehmen selbst klein sind oder aber weil der Streubesitz gering ist. Auch der „Entry Standard“ gehört zum Freiverkehr.

Die fremden Anteile am Geschäftsergebnis sind Abführungen, an Institutionen, die eine Beteiligung am bilanzierenden Unternehmen halten und einen Anspruch auf anteilige Gewinnabführung haben. Dieser Posten wird vom ausgewiesenen Reingewinn abgezogen.

Die Passivseite der Bilanz gibt die Herkunft der Vermögenswerte eines Unternehmens an und gliedert sich dementsprechend in dem Unternehmen bzw. deren Eigentümern gehörendes Eigen- und von externen Quellen geliehenem Fremdkapital. Untergliedert wird dieses nach Herkunft und Fristigkeit. Fremdkapital in Form der Verbindlichkeiten umfasst Finanz-, Lieferanten- und andere Kredite, die zurückgezahlt werden müssen. Für Rückstellungen wird hingegen Eigen- in Fremdkapital transformiert. Es handelt sich dabei um Bilanzpositionen, die für bestimmte Verpflichtungen gebildet werden, die zu einem absehbaren Zeitpunkt auszahlungswirksam werden. Sie folgen dem Prinzip der kaufmännischen Vorsicht.

siehe Dachfonds.

Methode der Aktienanalyse, die sich auf die fundamentalen Daten eines Unternehmens wie Gewinn, Cashflow, Kostenstruktur, Ertragskraft, Zukunftsaussichten erstreckt und Aktien unterschiedlicher Unternehmen derselben Branche anhand ermittelter Kennzahlen miteinander vergleicht, um gegebene Anlagealternativen zu bewerten. Die Fundamentalanalyse untersucht zum einen gesamtwirtschaftlich die Veränderung von Angebot und Nachfrage, und analysiert dabei zahlreiche Faktoren wie die Zinspolitik der Zentralbank, die Wirtschaftspolitik und staatspolitische Veränderungen und deren Einfluss auf das Unternehmen (Top-Down-Ansatz). Zum anderen wird versucht von Kennzahlen und Marktpotential des Unternehmens auf dessen Substanz- und Ertragswert zu schließen (Bottom-Up-Ansatz).

Fonds, die ihre Mittel an den Termin- oder Optionsmärkten investieren. Zur Auswahl stehen neben Financial Futures, also Termingeschäften auf Aktien, Zinsen, Indizes und Währungen, auch Termingeschäfte auf Edelmetalle, Agrargüter sowie Rohstoffe. Futures-Fonds haben aufgrund der Hebelwirkung der derivativen Produkte ein erheblich höheres Risiko als andere Wertpapierfonds.

Futures sind Terminkontrakte auf ein bestimmtes Gut. Terminkontrakte auf Waren werden als Commodity Futures, solche auf Aktien, Anleihen, Indizes und Währungen Financial Futures genannt. Sie verpflichten je nach Ausgestaltung als Short- oder Long-Positionen den Erwerber des Kontraktes, eine bestimmte Menge und Qualität des zugrunde liegenden Basiswerts zu einem bestimmten in der Zukunft liegenden Zeitpunkt zu einem bei Abschluss festgelegten Preis zu liefern oder zu kaufen. Der Verkäufer des Kontraktes unterliegt den gleichen Pflichten spiegelbildlich. Diese Pflichten können sich die Parteien nur durch Weiterverkauf des Kontraktes entziehen. Hier spricht man vom Glattstellen der Position. Futures werden üblicherweise auf Marge erworben. Dies bedeutet, dass der Erwerber nicht den vollen Wert des Kontraktes bezahlt, sondern lediglich eine Anzahlung leistet, der als Einschusszahlung oder Sicherheitsleistung bezeichnet wird. Diese Sicherheitsleistung ist variabel. Steigt während der Laufzeit des Kontraktes die Marge, also das Verhältnis von Sicherheitsleistung zum Kontraktwert, erhält der Erwerber üblicherweise eine Zinsgutschrift. Sinkt die Marge, so kann der Broker in der Regel Nachschusszahlungen verlangen oder die Position glattstellen.

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