G

Gamma

Gamma misst die Veränderung des Delta in Bezug auf eine Veränderung des Kurses des Basiswerts. Ändert sich der Kurs des Basisobjektes um eine Einheit nach unten, und sinkt dadurch das Delta beispielsweise von 51 auf 49 Prozent, so wäre Gamma gleich 2. Gamma misst damit die Sensitivität des Optionsscheins gegenüber größeren Schwankungen des Basiswerts.

Fonds, bei dem die Kapitalanlagegesellschaft den Erhalt des investierten Kapitals zu einem bestimmten Prozentsatz in der Regel zum Ende der Laufzeit garantiert. Dieser Satz kann 100 Prozent betragen, aber auch darunter liegen. Erwirtschaftet der Fonds zum Laufzeitende einen Nettoinventarwert, der über 100 Prozent liegt, so partizipiert der Anleger in der Regel davon nur zum Teil. Einige Garantiefonds sichern auch während der Laufzeit erwirtschaftete Erträge und garantieren diese zum Laufzeitende, unabhängig von Nettoinventarwert zu diesem Zeitpunkt.

Die gebuchten Bruttobeiträge sind ein Posten der Gewinn- und Verlustrechnung von Versicherungsunternehmen. Sie stellen den Bruttoumsatz der Versicherung im Prämiengeschäft dar und umfassen die Beiträge der Kunden zu den Versicherungsprodukten.

Der Kurszusatz „Geld“(„G“) besagt, dass zum angegebenen Kurs nur Kaufaufträge im entsprechenden Wertpapier vorlagen. Umsatz kam mangels Angebots aber nicht zustande. Häufig findet sich auch der Zusatz „bezahlt Geld“(„bG“). Dies bedeutet, dass die zum festgestellten Kurs limitierten Kaufaufträge nur teilweise ausgeführt werden konnten, da zu diesem Kurs ein Nachfrageüberhang bestand. Kaufaufträge mit darüberliegendem Limit wurden vollständig ausgeführt (vgl. Kurszusätze). Gegenteil: Brief („B“).

Der Preis bzw. Kurs, zu dem Käufer bereit sind, Wertpapiere zu kaufen. Im Gegensatz hierzu ist der Briefkurs der Kurs, zu dem Verkäufer bereit sind, Wertpapiere zu verkaufen. Für die Begriffe Geldkurs und Briefkurs werden auch oft die englischen Begriffe „Bid“ und „Ask“ verwendet.

Markt für kurzfristige Kredite und Guthaben, die unter Banken vergeben und gehandelt werden. Der Geldmarkt spielt eine wichtige Rolle bei der Liquiditätsbeschaffung der Finanzinstitute und war einer der neuralgischsten Teilmärkte während der Finanzkrise ab dem Jahr 2008.

Geldmarktfonds investieren überwiegend in Geldmarkttitel und liquide Papiere mit sehr kurzen Laufzeiten. Dazu zählen neben Termingeldern, Schuldscheindarlehen und Anleihen mit kurzer Restlaufzeit auch sogenannte Commercial Papers (Anliehen mit Laufzeiten i.d.R. zwischen 30 und 270 Tagen sowie Bankeinlagen. Durch die Investition in Geldmarktfonds sind Anleger nicht an feste Laufzeiten gebunden, sondern können jederzeit über das Geld verfügen. Diesem Vorteil zu Termingeldern oder Spareinlagen steht der Nachteil von Ausgabeaufschlägen gegenüber. Da auch die besten Geldmarktfonds in der Regel keine allzu stark vom Marktzins abweichende Rendite erzielen, führen diese Aufschläge praktisch zu einer längeren Kapitalbindung.

Geldmarktpapiere sind kurzfristige Schuldtitel, insbesondere der öffentlichen Hand, die am Geldmarkt gehandelt werden.

Die Geldmenge wird nach verschiedenen Konzepten von den Zentralbanken gemessen und beschreibt die gesamtwirtschaftliche Liquidität nach ihrer Fristigkeit. Die wichtigsten Konzepte sind
M1 = Bargeldumlauf ohne Kassenbestände der Banken, aber einschließlich der täglich fälligen Einlagen der im Währungsgebiet ansässigen Nicht-Banken M2 = M1 plus Einlagen mit vereinbarter Laufzeit bis zu zwei Jahren und Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist bis zu drei Monaten M3 = M2 plus Anteile an Geldmarktfonds, Repo-Verbindlichkeiten, Geldmarktpapieren und Bankschuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren. Dieses Aggregat steht bei der Geldpolitik der EZB im Vordergrund.

Mischfonds

Ein Genussschein stellt eine Anlageform zwischen Aktie und Anleihe dar. Er verbrieft den Anspruch auf Rückzahlung des Nominalwertes, in der Regel auch das Recht, am Reingewinn oder einer Gesellschaft in einem bestimmten Verhältnis teil zu haben. Das Stimmrecht ist jedoch ausgeschlossen. Die Erfolgsbeteiligung von Genussscheinen liegt in der Regel über der Verzinsung von Anleihen. Sie nehmen aber in der Regel auch am Verlust einer Unternehmung durch eine Reduktion des Rückzahlungsanspruchs teil. Dieser kann aber durch spätere Gewinne wieder aufgefüllt werden. Im Konkurs- bzw. Liquidationsfall können die Rückzahlungsansprüche der Genussscheininhaber erst nach der vollständigen Befriedigung aller anderen Gläubiger geltend gemacht werden. Genussscheine konnten nach deutschem Recht zum Eigenkapital gezählt werden und boten so eine Methode der Verschuldung, die nicht zu Lasten der Bilanz ging. Da sie jedoch von den internationalen Rating-Agenturen nicht als Eigenkapital anerkannt werden, haben sie gegenüber anderen Anleiheformen (Tier-1-Anleihen, Hybridanleihen) an Bedeutung eingebüßt.

Ein an den deutschen Börsen eingerichtetes gesetzliches und EU-reguliertes Marktsegment, das hinsichtlich der Anforderungen für die Zulassung, der nachzukommenden Publizitätspflicht usw. dem Marktsegment Amtlicher Handel nachgeordnet ist. Wesentliche Voraussetzungen für die Erstzulassung von Aktien im Geregelten Markt sind ein Bestehen des Emittenten als Unternehmen seit mindestens drei Jahren, eine Mindeststückzahl der Aktien von 10.000 (Stückaktien) und die Veröffentlichung eines Zulassungsdokuments, das über die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse Auskunft gibt, die für die Beurteilung der Wertpapiere wesentlich sind. Der Unternehmensbericht muss richtig und vollständig sein und Bilanzen, Gewinn- und Verlust- sowie Kapitalflussrechnungen der letzten drei Geschäftsjahre sowie Anhang und Lagebericht für das vorangegangene Geschäftsjahr enthalten. Am Geregelten Markt notierte Unternehmen müssen einen Jahresabschluss sowie einen Zwischenbericht für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres veröffentlichen.

Der Firmenwert, auch Goodwill genannt, ist eine Position der Aktivseite der Bilanz, falls es sich um einen erworbenen (derivativen) Firmenwert handelt. Er leitet sich als derjenige Betrag ab, den ein Käufer bei Übernahme einer Unternehmung als Ganzes unter Berücksichtigung künftiger Ertragserwartungen (Unternehmungswert, Ertragswert) über den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände und nach Abzug Buchwert des Eigenkapitals einschließlich stiller Reserven (Substanzwert) zu zahlen bereit ist. Einen wirklichkeitsnahen und realistischen Wert für den Firmenwert zu ermitteln ist schwierig. Firmenwertbildende Faktoren sind z. B. gutes Management, rationelle Herstellungsverfahren bzw. Betriebsorganisation, Facharbeiterstamm, verkehrsgünstige Lage, Stammkundschaft oder gut qualifiziertes Personal. All diese Faktoren lassen sich jedoch nur schwer nachvollziehbar bewerten.

Aus dem jährlichen Geschäftsbericht eines Unternehmens können Aktionäre neben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auch zahlreiche weitere Informationenen über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft sowie die Entwicklung einzelner Geschäftsbereiche entnehmen. Nach deutschem Recht muss ein Geschäftsbericht den vollständigen Jahresabschluss einschließlich Gewinn- und Verlustrechnung, den Lagebericht, den Bericht des Aufsichtsrats, einen Vorschlag und Beschluss über die Gewinnverwendung sowie bei prüfungspflichtigen Unternehmen einen Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers enthalten.

Anteile an einem Geschlossenen Fonds sind unternehmerische Beteiligungen. Durch die Auflegung eines solchen Fonds wird Geld für ein definiertes Projekt gesammelt. Bei Platzierung wird ein Fondsvolumen vorgegeben. Sobald dieses erreicht ist, also vollständig gezeichnet wurde, sind keine weiteren Zeichnungen mehr möglich und der Fonds wird geschlossen. Rechtlich sind Geschlossene Fonds meist als Personengesellschaften organisiert. Neben dem Eigenkapital der Gesellschafter wird bisweilen Fremdkapital eingesetzt, um eine höhere Eigenkapitalrendite zu erreichen. Bis Mitte der 2000er Jahre konnten Verluste aus Beteiligungen an diesen Fonds einkommensteuerlich geltend gemacht werden, weshalb für Investitionsentscheidungen hauptsächlich Steuer- und nicht Renditeaspekte ausschlaggebend waren. Nachdem diese Abzugsmöglichkeiten praktisch vollständig beseitigt wurden, hat das Anlageinstrument an Bedeutung verloren. Aufgrund ihrer mangelhaften Vergleichbarkeit sind die Anteile wenig liquide, zumal Anleger keinen Anspruch auf Rücknahme des Anteils durch den Emittenten während der Laufzeit haben. Auf den wenigen Marktplätzen handeln die Anteile häufig mit nicht unerheblichen Auf- oder Abgeldern. Gegenteil: Offener Fonds.

Geschlossener Fonds, durch den Geld für ein oder mehrere exakt definierte Immobilienprojekte gesammelt wird.

Kurszusatz (-), der besagen kann, dass weder Kauf- noch Verkaufsaufträge oder nur solche mit nicht vertretbarer Limitierung vorgelegen haben, so dass eine Streichung auf Veranlassung der Zulassungsstelle erfolgt ist, weil der Emittent die vorgeschriebenen Publikationspflichten nicht erfüllt hat oder dass ein anderer wichtiger Grund vorlag, der eine Streichung erforderlich machte. Wenn der Kurs wegen überwiegender Nachfrage gestrichen worden ist, erfolgt die Notierung als „-G“, bei überwiegendem Angebot als „-B“ (vgl. Kurszusätze).

Der Gewinn oder Verlust eines Unternehmens ist das Gesamt- oder ein Zwischenergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzernabschlusses der Berichtsperiode. Er ergibt sich als Saldo der gesamten oder eines Teils der Erträge und Aufwendungen. Die Gewinndefinitionen sind von unterschiedlicher Aussagekraft und geben stets einen Teileinblick in den Erfolg des Unternehmens, seien dies nun operativer Gewinn, Betriebsgewinn, Reingewinn oder andere Gewinnausweise.

Der Gewinn je Aktie gibt den rechnerischen Teil des erwirtschafteten Jahres- bzw. Konzernüberschusses an, der auf eine Aktie entfällt. Sie misst die Ertragskraft in Relation zur Aktienanzahl. Vor allem in Amerika steht diese Größe im Zentrum der Aufmerksamkeit, für die Planziele angegeben und daran gemessen werden. In Deutschland wird für die Angabe des Gewinns je Aktie das standardisierte DVFA-Ergebnis zugrunde gelegt.

Erklärungsansatz für fallende Kurse, die nicht durch einen äußeren Anlass erklärt werden können. In diesem Fall wird davon ausgegangen, dass Anleger aufgelaufene Kursgewinne durch Verkäufe sichern.

Eine Gewinnrücklage ist ein Passivposten der Bilanz, der auch in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt wird. Sie wird durch Entnahme des Gewinns oder eines Teils aus dem laufenden Geschäft gebildet. Gewinnrücklagen dienen dazu, dass durch ihre Auflösung im Verlustfall eine Reduzierung des Nominalkapitals vermieden werden kann, die wiederum Kapitalmaßnahmen erforderlich machen könnte. Zu unterscheiden sind gesetzliche und freiwillige Rücklagen. Bei einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln werden Rücklagen in Nominalkapital umgewandelt und Berichtigungsaktien an die Aktionäre ausgegeben.

Die Gewinnrendite ist der Kehrwert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV), also das Verhältnis von Gewinn je Aktie zum aktuellen Aktienkurs. Diese Zahl wird mit hundert multipliziert und gibt praktisch die Verzinsung der Aktie an.

Die Auflösung eines eingegangenen Börsengeschäfts durch Verkauf der Position.

Dieser Trendindikator der Chartanalyse, kurz GD, bezeichnet eine Kursverlaufslinie, die sich aus der Addition der Kurse einer bestimmten Anzahl von Tagen für jeden Börsentag und deren Division durch die Anzahl der berücksichtigten Tage teilt. Häufige Verwendung finden Zeiträume von 38, 90, 100 und 200 Tagen. Je länger der berücksichtigte Zeitraum, um so träger reagiert die Linie. Kursbewegungen werden auf diese Weise geglättet, und der Trend sichtbarer gemacht.

Der fixierte Wert einer Währungseinheit gegenüber dem Goldpreis. Mit anderen Worten: Die Menge Gold in Gramm, die man für eine Währungseinheit erhält. Die Goldparität war Grundlage des Goldstandards, als Währungen noch auf diese Weise gedeckt wurden. Dieser fand im Zuge des Vietnamkrieges in den sechziger Jahren sein faktisches und 1971 durch Aufkündigung der Einlösepflicht seitens der Vereinigten Staaten und dem folgenden Zusammenbruch des Wechselkurssystems von Bretton Woods 1973 sein Ende.

Irreführende Bezeichnung für Berichtigungsaktien: Diese werden dem Aktionär nicht geschenkt. Vielmehr stammen sie aus Gesellschaftsmitteln, an denen der Aktionär ohnehin schon beteiligt war. Sie werden an Altaktionäre ohne Zuzahlung in einem bestimmten Verhältnis zu den in dessen Besitz befindlichen Aktien neu ausgegeben. Dabei verringert sich der Kurs der Aktien entsprechend diesem Verhältnis, so dass der Wert der Depotposition eines Anlegers vor und nach Abschluss der Transaktion derselbe bleibt.

Nicht reglementierter Kapitalmarkt, der keiner staatlichen Aufsicht unterliegt. Hier werden Werte emittiert und mitunter gehandelt, die nicht auf dem organisierten Kapitalmarkt wie dem Börsenhandel zu finden sind. Die Liquidität dieser Schuldverschreibungen, geschlossenen Fonds, nicht-börsennotierten Aktien und anderen Kapitalanalgen ist in der Regel gering. Aufgrund dieses Mankos bieten diese Anlagen in der Regel höhere nominale Erträge. Auf dem Grauen Kapitalmarkt findet sich aber auch erfahrungsgemäß ein sehr viel größerer Anteil unseriöser Anbieter, da dieser ja keiner organisierten gesetzlichen Überwachung unterliegt. Eine Anlage ist daher häufig noch riskanter als es durch die in Aussicht gestellte Rendite vergütet wird. Ein Totalverlust des eingesetzten Geldes ist nichts Ungewöhnliches.

Der „grüne Schuh“ ist die Option einer Konsortialbank, im Rahmen einer Neuemission zusätzliche Papiere des von ihrem betreuten Unternehmen abzugeben. Diese Aktien stellen üblicherweise die Alteigentümer aus ihrem Besitz zur Verfügung.

Das Grundkapital eines Unternehmens besteht aus der Summe der Nennwerte aller ausgegebenen Aktien. Im Falle einer nennwertlosen Aktie verteilt sich dieses einfach auf die Aktienzahl. Dabei darf der anteilige Betrag des Grundkapitals je Aktie 1 Euro nicht unterschreiten. Der Mindestnennbetrag des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft muss 50.000 Euro betragen. Das Grundkapital ist Bestandteil des auf der Passivseite der Bilanz verzeichneten Eigenkapitals.

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