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Handel per Erscheinen

Der außerhalb der Börse stattfindende Handel mit neu emittierten Wertpapieren, bevor diese geliefert und abgerechnet werden können. Wegen des mitunter mehrere Monate dauernden Zeitraums bis zur ersten offiziellen Notierung bzw. der erfolgten Abrechnung bietet dieser Handel dem Anleger Spekulationsmöglichkeiten gleichsam ohne Einsatz von Kapital.

Handelsaktiva sind vor allem ein bankspezifischer Bilanzposten. Es handelt sich um alle Handelszwecken dienenden Wertpapiere, Schuldscheindarlehen, Edelmetalle und Derivaten Finanzinstrumente, deren fairer Wert zum Bilanzstichtag über dem Kaufpreis liegt. Liegt ihr fairer Wert darunter, so werden sie als Handelspassiva dementsprechend auf der Passivseite erfasst. Die Bewertungsergebnisse werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis erfasst.

Das Handelsergebnis einer Bank ist der Saldo der Erträge und Verluste aus Handelsaktivitäten stammen, beispielsweise aus Devisen oder Derivaten Handelsinstrumenten.

Handelspassiva sind vor allem ein bankspezifischer Bilanzposten. Es handelt sich um alle Handelszwecken dienenden Wertpapiere, Schuldscheindarlehen, Edelmetalle und Derivate Finanzinstrumente, deren fairer Wert zum Bilanzstichtag unter dem Kaufpreis liegt. Liegt ihr fairer Wert darüber, so werden sie als Handelspassiva dementsprechend auf der Passivseite erfasst. Auch Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen gehören zu den Handelspassiva. Die Bewertungsergebnisse werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis erfasst.

Versammlung der Teilhaber einer Aktiengesellschaft und deren oberstes Beschlussorgan. Entsprechend seinem Besitz an stimmberechtigten Aktien ist jeder Aktionär zur Stimmabgabe auf der Hauptversammlung (HV) berechtigt. Soweit er diese nicht selbst wahrnehmen kann, kann er Dritte beauftragen. Dies ist zumeist immer noch die depotführende Bank, aber auch Aktionärsvereinigungen und immer öfter Vertrauensleute des Unternehmens. Zu den wichtigsten Befugnissen der HV gehört die Bestellung des Aufsichtsrats, der seinerseits den Vorstand des Unternehmens bestimmt. Darüber hinaus entscheidet die HV über die Verwendung des Gewinns, die Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand sowie über Kapitalmaßnahmen. Im Allgemeinen werden Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit es nicht um Entscheidungen von besonderer Tragweite wie Satzungsänderungen, Kapitalerhöhungen oder die Liquidation geht. Diese schreiben eine Zustimmung von 75 Prozent des bei der Beschlussfassung anwesenden Kapitals vor.

Nachhaltiger Anstieg der Wertpapierkurse einzelner Marktbereiche oder des Gesamtmarktes über einen mittleren bis längeren Zeitraum. Die Hausse ist von einer "freundlichen Kursentwicklung", die nur von kurzer Dauer ist, nicht exakt abzugrenzen. Gegensatz: Baisse.

Haussiers sind Anleger, die aufgrund ihrer optimistischen Einstellung zu der weiteren Kursentwicklung der betreffenden Vermögenswerte Long-Positionen aufbauen. Das bedeutet, dass sie entweder die Basiswerte selbst erwerben oder Optionen auf Steigende Notierungen kaufen bzw. Shortpositionen verkaufen.

Der Hebel ist eine Kennzahl von Optionen und Optionsscheinen und gibt das Verhältnis an, in dem der Optionsschein die Kursbewegung des Basiswertes nachvollzieht. Der einfache Hebel errechnet sich durch Division der Kurse. Der theoretische Hebel gibt an, um wie viel Prozent sich der Kurs des Optionsscheins verändert, wenn sich der Kurs des Basiswerts um ein Prozent verändert.

Durch den Einsatz von Fremdkapital lässt sich die Rendite des Einsatzes von eigenem Kapital erhöhen. Dies setzt voraus, dass das eingesetzte Fremdkapital zu einem niedrigeren Zinssatz erhältlich ist als die Gesamtkapitalrendite beträgt. Die Risiken beim Einsatz liegen damit in der Zins- und Renditeentwicklung. Im Rahmen der Optionsscheintheorie wird unter Hebeleffekt die Verringerung des Kapitaleinsatzes gegenüber einer Investition in den Basiswert verstanden (siehe auch Hebel).

Hedgefonds unterliegen keinen Anlagerichtlinien. Sie versprechen daher höhere Renditen bei gleichzeitig höheren Risiken. Zur Verfolgung ihrer Strategien setzen sie vor allem Derivate ein, die auch zur Absicherung (Hedging) verwendet werden. Nicht selten wird auch Fremdkapital eingesetzt, um einen Hebeleffekt zu erzielen. Sie waren bis 2004 in Deutschland verboten.

Unter Hedging versteht man die Absicherung von Wertpapierpositionen gegen eine negative Kursentwicklung durch den Kauf bzw. Verkauf von Derivaten (Futures, Optionen, Swaps), die geeignet sind, von derselben Kursentwicklung zu profitieren. Besonders Wechselkursrisiken werden durch Hedging-Transaktionen abgesichert, z.B. von stark exportabhängigen Unternehmen. Auch Rohstoffpreise werden von Unternehmen gern abgesichert, die von deren Entwicklung stark abhängig sind, wie etwa Fluggesellschaften.

Geld, das in Zeiten spekulativer Devisen- oder Geldbewegungen von einem in ein anderes Land in Erwartung kurzfristiger Gewinne fließt. In großen Umfang können diese Kapitalbewegungen zu deutlichen Verzerrungen von Wertpapierkursen, Zinsen oder Zahlungsbilanzen führen. Da das Kapital nur kurzfristig zur Verfügung steht, wird es in der Regel noch schneller aus einem Markt abgezogen als es in ihn hineinfließt mit der möglichen Folge, dass der betroffene Markt einen Anpassungsschock erleidet.

HGB ist das Akronym für Handelsgesetzbuch und steht in Deutschland lange Zeit synonym für den in diesem Gesetz niedergelegten Bilanzierungsstandard, der lange Zeit hierzulande die vorherrschende Methode war. Im Zuge der Globalisierung der Finanzmärkte wurde das HGB-Konzept weitgehend von der IAS-Methode abgelöst (International Accounting Standards). Amerikanische aber auch vorwiegend in Amerika aktive Unternehmen nutzen alternativ oder ergänzend auch US-GAAP als Bilanzierungsstandard (United States Generally Accepted Accounting Principles).

Bezeichnung für ein Wertpapier mit sehr hohem Kursanstieg. Es handelt sich meistens um eine spekulative Aktie, deren Kurs sich weniger am derzeitigen Ertrag als an erwarteten künftigen Erträgen orientiert.

Hit-Scheine (auch Digital- oder Simplex-Scheine genannt) sind die einfachste Form eines exotischen Optionsscheins. In den Bedingungen ist eine einfache Bedingung gegeben (z.B. Aktien-Kurs X steigt über 100). Wird diese Bedingung innerhalb der Laufzeit erfüllt, so wird der vereinbarte Betrag ausgezahlt, ansonsten verfällt der Schein wertlos.

Eine Holding ist eine organisatorische Einheit, die Unternehmensbeteiligungen verwaltet, jedoch keine eigenen Produkte oder Dienstleistungen anbietet.

Bei einem horizontalem Spread (auch (auch Calendar oder Time-Spread genannt) wird die Laufzeit einer im Depot befindlichen Option durch Tausch mit einer Option mit demselben Ausübungspreis aber anderem Verfallsdatum verändert. Bezogen auf Kaufoptionen (Call) wird die Laufzeit verlängert, weil der Anleger erwartet, dass die Aufwärtsbewegung am Markt über das ursprüngliche Verfallsdatum hinaus anhält. Bezogen auf Verkaufsoptionen (Put) wird die Laufzeit verkürzt.

Heuristik (altgr. εὑρίσκω heurísko „ich finde“; von εὑρίσκειν heurískein ‚auffinden‘, ‚entdecken‘) bezeichnet die Kunst, mit begrenztem Wissen (unvollständigen Informationen) und wenig Zeit dennoch zu wahrscheinlichen Aussagen oder praktikablen Lösungen zu kommen. Es bezeichnet ein analytisches Vorgehen, bei dem mit begrenztem Wissen über ein System mit Hilfe mutmaßender Schlussfolgerungen Aussagen über das System getroffen werden. Die damit gefolgerten Aussagen weichen von der optimalen Lösung ab. Durch Vergleich mit einer optimalen Lösung kann die Güte der Heuristik bestimmt werden.


Bekannte Heuristiken sind zum Beispiel Versuch und Irrtum (trial and error), statistische Auswertung von Zufallsstichproben und das Ausschlussverfahren. Heuristische Verfahren basieren auf Erfahrungen; sie können auch auf „falschen“ Erfahrungen (z. B. verzerrte Wahrnehmung, Scheinkorrelation) basieren.

Eine Hypothek ist eine dingliche Belastung einer Immobilie durch Eintragung in das Grundbuch. Durch die Hypothek ist das Grundstück dem Gläubiger in Höhe seiner Forderung verpfändet. Er ist berechtigt, Substanz und Nutzungen des Grundstücks durch Zwangsvollstreckung zu nutzen, um die Forderung einzutreiben. Dies kann der Schuldner durch Zahlung an den Gläubiger verhindern. Die Hypothek ist intensiv mit einer persönlichen Forderung gegen den Schuldner verknüpft (akzessorisch). Diese, auf die Zahlung von Geld gerichtete Forderung ist unabdingbare gesetzliche Voraussetzung. Typischerweise handelt es sich um eine Darlehensforderung. Die Hypothek ist heute praktisch weitgehend von der verdrängt worden. Diese ist im Gegensatz zur Hypothek nicht akzessorisch, sondern abstrakt und kann daher für sich allein übertragen oder genutzt werden. Grundschulden können auch nach deren Bestellung noch für andere Forderungen als Sicherheit herangezogen werden. Das ist auch der Grund, weshalb in der Praxis Grundschulden den Hypotheken vorgezogen werden. Diese Unabhängigkeit wird in der Praxis durch Sicherungsabreden (Zweckerklärungen) eingeschränkt, die zumeist in der Erteilung einer Löschungsbewilligung bestehen. Die Abstraktion wurde im Jahr 2007 angeblich von Aufkäufern von Immobilienkrediten dazu genutzt, die Grundschuld in voller Höhe vollstrecken, die dies damit begründeten, dass ihnen der Sicherungsgrund nicht bekannt gewesen sei. Indes hätte der Käufer Kenntnis von den Sicherungszweckerklärungen erlanget haben müssen. Mit dem Risikobegrenzungsgesetz 2008 wurde die Rechtslage geklärt, da festgeschrieben wurde, dass es keinen gutgläubigen einredefreien Erwerb der Sicherungsgrundschuld geben kann. Wird der Kredit verkauft, kann der Darlehensnehmer dem neuen Gläubiger diese Sicherungsabrede entgegenhalten.

Hypothekenbanken sind Kreditinstitute, die sich auf das Beleihen von Immobilien spezialisiert haben. Die Refinanzierung der Hypothekenkredite erfolgt in Deutschland zu großen Teilen durch Ausgabe von Hypothekenpfandbriefen.

Hypothekenpfandbriefe sind von Hypothekenbanken nach deutschem Recht ausgegebene Schuldverschreibungen zur Refinanzierung ihrer Hypothekenkredite. Sie unterscheiden sich von vielen Hypothekenkreditverbriefungen anderer Länder vor allem durch zum Teil erheblich sicherere Deckungsprinzipien. So sind der Verbriefung Darlehen als Deckungsmasse zugeordnet. Im Falle einer Insolvenz der Emissionsbank werden die Gläubiger vor allen anderen Gläubigern aus der Deckungsmasse oder den Deckungsmassen befriedigt. Deckungsfähige Darlehen sind Darlehensteile innerhalb einer Grenze von 60 Prozent des von Sachverständigen festgelegten Beleihungswertes der beliehenen Immobilien beschränkt. Diese Immobilien müssen vorsichtig und dauerhaft bewertet werden. Die Einhaltung der mit dem Deckungsstock verknüpften Vorschriften wird von einem von der BaFin bestellten Treuhänder überwacht.

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