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Körperschaftsteuer

Die Körperschaftssteuer ist die Einkommensteuer juristischer Personen, also auch die von Aktiengesellschaften. Sie beläuft sich auf 15% des zu versteuernden Einkommens. Nettozinsaufwendungen sind zu 30 Prozent absetzbar, sofern er mehr als 3 Millionen Euro beträgt.

Siehe Investmentgesellschaft

Das für den Kauf eines Wertpapiers oder einer Option aufzubringende Geld.

Als Kapitalerhöhung gilt die Erhöhung des Eigenkapitals einer Aktiengesellschaft durch Emission von neuen Aktien. Durch an Altaktionäre ausgegeben Bezugsrechte können diese durch den Kauf neuer, zusätzlicher Aktien ihre prozentuale Beteiligung an der Gesellschaft halten oder durch den Erwerb zusätzlicher Bezugsrechte auch ausbauen. Bei einer Kapitalerhöhung, die durch eine Umwandlung von Rücklagen in Grundkapital erfolgt, erhalten die Altaktionäre sogenannte Berechtigungsaktien. Eine Kapitalerhöhung kann bei einer Hauptversammlung nur dann genehmigt werden, wenn mindestens 3/4 der vertretenen stimmberechtigten Aktionäre dieser Maßnahme zustimmen. Das Bezugsrecht kann bei einer Kapitalerhöhung auch ausgeschlossen werden, wenn die Hauptversammlung den Vorstand dazu ermächtigt.

Die Kapitalertragsteuer war bis 2008 ein Vorläufer der Abgeltungsteuer und war eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer.

Der Kapitalmarkt umfasst den Markt für langfristige Kredite (Rentenmarkt) und Beteiligungskapital (Aktienmarkt) und dient Unternehmen und staatlichen Institutionen zur Finanzierung von Investitionen.

Die Kapitalrücklage ist eine Position auf der Passivseite der Bilanz, sie gehört zum Eigenkapital. Die Kapitalrücklage ist die von Kapitalgesellschaften zu bildender Rücklage. Als Kapitalrücklage auszuweisen sind: 1. Der Betrag, der bei der Ausgabe von Anteilen einschl. von Bezugsanteilen über den Nennbetrag hinaus erzielt wird (Agio).2. Der Betrag, der bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungsrechte und Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen erzielt wird.3. Der Betrag von Zuzahlungen, die Gesellschafter gegen Gewährung eines Vorzugs für ihre Anteile leisten.4. Der Betrag von anderen Zuzahlungen, die Gesellschafter in das Eigenkapital leisten. Deutsche Aktiengesellschaften müssen 10 Prozent des Grundkapitals als Rücklage zur Verlustdeckung einstellen. Solange Kapitalrücklage und gesetzliche Rücklage diese 10 Prozent nicht erreichen, müssen jährlich 5 Prozent des Jahresüberschusses in die gesetzlichen Rücklagen eingestellt werden.

Als Kapitalschnitt wird die nominelle Herabsetzung des Kapitals einer Aktiengesellschaft, bei gleichzeitiger effektiver Kapitalerhöhung bezeichnet. Dies erfolgt in der Regel dann, wenn die Gesellschaft gravierende Verluste erlitten hat, durch die das Grundkapital (zu weiten Teilen) aufgezehrt wird. Dabei wird das Grundkapital zunächst um den Bilanzverlust verringert (soweit dieser das Grundkapital nicht übersteigt), wodurch die Verlusthistorie des Unternehmens beseitigt wird. Um diesem dann einen Neustart zu ermöglichen, wird dann das Kapital erhöht. Die Aktionäre kostet das doppelte Geld. Zum einen werden Anteile entschädigungslos eingezogen, zum anderen müssen bei der nachfolgenden Kapitalerhöhung dem Unternehmen frische Mittel zugeführt werden.

Arbitrageure nutzen temporäre Kursdifferenzen zwischen dem Termin- und dem Kassamarkt aus. Dieses Investitionsverhalten wird Kassa-Futures-Arbitrage genannt.

Im Gegensatz zum Terminhandel alle Geschäfte, die unverzüglich nach Geschäftsabschluss, spätestens aber zwei Börsentage danach, zu erfüllen sind.

Im Gegensatz zur fortlaufenden Notierung nur einmal während der Börsensitzung amtlich ermittelter Kurs. Bei Wertpapieren, die nicht zum variablen Handel zugelassen sind, erfolgt die Kursfeststellung nur einmal am Tag etwa zur Mitte der Börsensitzung. Der Einheits- oder Kassakurs war früher für alle Börsenaufträge maßgebend, die eine bestimmte Stückzahl, den Mindestschluss (in der Regel 100 Stück) nicht erreichten. Da mittlerweile die überwältigende Mehrzahl der Wertpapiere zum variablen Handel zugelassen ist, hat der Kassakurs seine praktische Bedeutung verloren. Für variabel gehandelten Aktien wird kein Kassakurs ermittelt.

Kassenvereine oder Zentralverwahrstellen sind Gesellschaften, deren Gesellschafter ausschließlich Banken sind. Sie wickeln den Wertpapiergiroverkehr ab und verwahren Wertpapiere. Dadurch entfällt beim Kauf oder Verkauf von Aktien das physische Verschicken der Wertpapiere; diese werden vom Kassenverein verwaltet und dem jeweiligen Besitzer bis zum Weiterverkauf gutgeschrieben. Alleiniger Kassenverein in Deutschland ist derzeit Clearstream.

Das KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) wird errechnet, indem der aktuelle Aktienkurs durch den Buchwert je Aktie dividiert wird. Mit diesem wird verdeutlicht, um wieviel fachen des Buchwertes eine Aktie an der Börse gehandelt wird. Nicht berücksichtigt werden dabei stille Reserven oder Lasten, was besonders bei Beteiligungsgesellschaften die Aussagekraft einschränkt.

Das Kurs-Cashflow-Verhältnis ergibt sich durch die Division des Aktienkurses durch den Cashflow (Mittelzufluss) je Aktie. Damit beschreibt das KCV, mit dem wieviel fachen des Cashflows eine Aktie an der Börse bewertet wird. Aufgrund der zunehmenden Spielräume bei der Gewinnermittlung findet die Kennziffer immer mehr Beachtung. Sie findet zudem dann Verwendung, wenn aufgrund von Verlusten das KGV nicht errechnet werden kann.

Eine KGaA ist eine Kommanditgesellschaft auf Aktien und eine Spezialform einer Aktiengesellschaft. Sie ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, bei der mindestens ein Gesellschafter den Gläubigern unbeschränkt haftet (persönlich haftender Gesellschafter) und die übrigen an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt sind, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften (Kommanditaktionäre).

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis gibt an, in welchem Verhältnis der Gewinn einer AG zur aktuellen Börsenbewertung steht. Üblicherweise wird zur Ermittlung der Kurs durch den Gewinn je Aktie dividiert. Bei einem niedrigen KGV gilt eine Aktie als günstig bewertet. Wachstumswerte können aufgrund der großen Zukunftschancen trotz hohem aktuellen KGV weiter hohes Potential vorweisen. Es ist insofern wichtig auch die Entwicklung des (prognostizierten) KGVs zu betrachten. Aufgrund der Spielräume bei der Gewinnermittlung hat das KGV als entscheidende Bewertungsgröße in den vergangenen Jahren etwas an Bedeutung verloren. Manche Analysten bevorzugen mittlerweile das KCV (Kurs-Cashflow-Verhältnis) als Orientierungsgröße.

Festverzinsliche Wertpapiere, die der Finanzierung von Kommunen (Städten, Gemeinden etc.) dienen.

Kommunalobligationen sind festverzinsliche Teilschuldverschreibungen, die von Banken herausgegeben werden. Aus dem Erlös werden langfristige Investitionsprojekte finanziert. Da die Papiere durch die Kommunen abgesichert werden, gelten sie als besonders risikoarm und mündelsicher.

Eine Kompensation im Wertpapiergeschäft bedeutet, dass eine Bank die Abwicklung von beauftragten Käufen und Verkäufen desselben Wertpapiers ohne die Börse durchführt und intern ausgleicht. In Deutschland haben sich die Banken freiwillig verpflichtet alle Orders über die Börse auszuführen, es sei denn der Kunde gestattet ausdrücklich die Kompensation. Siehe Börsenzwang.

Als Konsolidierung bezeichnet man den Abbruch einer meist starken Aufwärtsbewegung der Kurse, oft ohne klar auszumachenden Auslöser. Im Zuge einer Konsolidierung sinken die Kurse oder bleiben per Saldo gleich.

Das führende Institut im Rahmen eines Emissions-Konsortiums. Siehe Konsortium.

Ein Konsortium ist im Falle der Emission (Ausgabe) von Wertpapieren ein Zusammenschluss von Wertpapierhäusern, das die Platzierung der Wertpapiere im Rahmen einer vertraglichen Vereinbarung unter Bestimmung eines führenden Instituts (Konsortialführer) übernimmt, das heißt dafür Sorge trägt, dass die Papiere von Investoren gekauft werden.

Vertrag, beispielsweise im Rahmen des Handels mit Optionen, mit bestimmten, häufig standardisierten Merkmalen, der beiden Vertragsparteien bestimmte Rechte und Pflichten einräumt. Es handelt sich um die kleinste handelbare Einheit im Rahmen des Handels mit Optionen.

Bei einer Konversion wird eine bestehende Anleihe in eine andere umgewandelt. Die neue Anleihe hat andere Zins oder Tilgungskonditionen. Dieser Vorgang ist nur zulässig, wenn der Anleiheinhaber der Konversion zustimmt und wenn er im Falle der Nicht-Zustimmung die vorzeitige Rückzahlung seine Anleihebetrags erhalten kann.

Besteht nur innere Konvertibilität einer Währung, so kann diese nur durch Deviseninländer gegen eine fremde Währung eingetauscht werden. Insbesondere schwache Währungen sollen dadurch geschützt werden, indem die Notenbank nur so viel Fremdwährung für Auslandskäufe zur Verfügung stellt, wie sie durch Devisentausch einnimmt.

Bei voller oder freier Konvertibilität können Währungen ohne Einschränkung in andere umgetauscht werden.

Zusammenschluss mehrerer rechtlich selbständig bleibender Unternehmen unter einer zumeist einheitlichen Leitung zu einer wirtschaftlichen Einheit.

Der Korrelationskoeffizient misst das Ausmaß, in dem der Preis zweier oder mehrerer Anlagen voneinander abhängt. Er wird gemessen auf einer Skala von minus eins bis plus eins. Wenn die Preise zweier Anlagen sich fortwährend in dieselbe Richtung mit gleichem Aufschlag bewegen, sind sie perfekt korreliert (+1).

Kotierung (schweizerisch) bedeutet die Zulassung eines Wertpapiers zum amtlichen Handel.

Bezeichnung für jene, die sich berufsmäßig auf eigene Rechnung am Börsenhandel beteiligen, im Gegensatz zu den Bankenvertretern (Effektenhändlern), die nur im Auftrag einer Bank oder deren Kunden Geschäfte abschließen. Es handelt sich um kurzfristig anlegende Investoren, die dadurch aber für mehr Liquidität sorgen.

Ein Kupon (auch Coupon) bezeichnet den Zinsschein festverzinslicher Wertpapiere, der die vereinbarte Verzinsung angibt und zur Vereinnahmung dieser berechtigt. Heute wird er nur noch selten physisch ausgestellt.

Der Kurs einer Aktie bezeichnet den Preis des Wertpapiers im amtlichen Handel. Dagegen werden am geregelten Markt oder Freiverkehr Preise für Notierungen ermittelt. Diese Unterscheidung hat heute aber keine Bedeutung mehr. Bei Anleihen wird der Kurs als Prozentsatz des Nominalwerts angegeben.

Wichtige Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft und -entwicklung eines Unternehmens im Vergleich zu einem oder mehreren anderen, auch Price-Earning-Ratio (PER) genannt. Es stellt das Verhältnis zwischen dem Reingewinn, bezogen auf eine einzige Aktie, und dem Kurs dieser Aktie her. Beispiel: Der Kurswert einer Aktie liegt bei 20 Euro. Das Unternehmen erwirtschaftet 1,5 Euro Gewinn je Aktie. Es ergibt sich damit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13,3. Je niedriger das KGV, desto preisgünstiger ist die Aktie.

Bei Börsenkursen der rein rechnerische Kursrückgang aufgrund einer vorgenommenen Ausschüttung (Dividendenabschlag) am Tage der Auszahlung oder nach Fortfall des Bezugsrechts (Bezugsrechtsabschlag). Die Kurse werden an diesem Tage "ex (Dividende)" bzw. "ex (Bezugsrecht)/ex BR" notiert.

Der Kurs eines Wertpapiers ist der Preis, zu dem ein Wertpapier an der Börse entweder verkauft wurde oder den ein Marktteilnehmer bietet bzw. verlangt. Der Kurs, zu dem gehandelt wird, ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Die Kursfestsetzung durch die amtlichen oder auch freien Makler geschieht dabei nach der Maßgabe des größten möglichen Umsatzes. Der Makler stellt also die vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträge einander gegenüber und ermittelt den Kurs, zu dem die größte Stückzahl abgewickelt werden kann.

Amtliches Verzeichnis der Kursnotierungen vom Tage an der jeweiligen Börse, das börsentäglich herausgebracht wird.

Die Kurse von Wertpapieren werden vom amtlichen oder freien Makler dadurch ermittelt, dass sie alle offenen Kauf- und Verkaufsorders gegenüberstellen. Der Kurs zum höchsten Umsatz ist amtlich gültig.

Amtlich bestellte und vereidigte Personen, die für die Kursfeststellung im amtlichen Handel zuständig sind und einer besonders strengen Beaufsichtigung unterliegen. Sie stellen die amtlichen Kurse fest. Vereidigte Makler dürfen im Gegensatz zu freien Maklern in den ihnen zugeteilten Wertpapieren nicht handeln, es sei denn um Kursspitzen auszugleichen.

Stützung eines Kurses, um das entsprechende Wertpapier auf einem bestimmten Niveau zu halten, z. B. im Zusammenhang mit der Ausgabe neuer Aktien durch das jeweilige Bankenkonsortium oder bei der Emission einer Bundesanleihe im Zuge der Offenmarktpolitik der Bundesbank. Wenn sich etwa an einem bestimmten Börsentag für wenige kleine Verkaufsaufträge eines Papiers keine Käufer finden, andererseits aber Nachfrage für große Posten besteht (oder umgekehrt), so kauft oder verkauft das Emissionsinstitut für eigene Rechnung die angebotenen oder gesuchten Spitzenbeträge, um für einen Ausgleich zu sorgen. Kurspflege wird vor allem im Interesse der Anleger betrieben.

Absichern von Wertpapierpositionen durch Engagements in Derivaten, d.h. durch den Kauf oder Verkauf von Optionen oder Futures. Ziel ist es Verluste durch Kursschwankungen zu vermeiden oder zu verringern.

Die Kurstaxe ist der von einem Makler geschätzte Kurs für ein Wertpapier. Es handelt sich um eine Kursschätzung aufgrund fehlenden Handels in dem Wertpapier, das eine Kursfeststellung unmöglich macht.

Der Kurswert entspricht bei Wertpapieren dem Börsenkurs und dient der steuerlichen Bewertung von Aktien.

Um einen möglichst vollständigen Überblick über die jeweilige Marktlage zu geben, versehen die Kursmakler die festgestellten Kurse mitunter mit Zusätzen. Sie geben dem Anleger nähere Informationen über die Börsennotierung und sollen einer besseren Einschätzung der aktuellen Marktlage in dem jeweiligen Papier dienen. Bestimmte Zusätze und Hinweise werden von der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse als verbindlich vorgegeben, so diejenigen, die angeben, inwieweit die zum festgestellten Kurs limitierten Kauf- und Verkaufsaufträge (Limit) ausgeführt werden konnten.

Als Kurzläufer werden festverzinsliche Wertpapiere bezeichnet, die nur eine geringe Laufzeit haben oder auch Wertpapiere mit längerer Laufzeit, die aber ihrem Ende entgegen geht.

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis errechnet sich durch die Division des Aktienkurses durch den Umsatz einer Gesellschaft je Aktie. Es gibt also an, mit dem wieviel fachen des Umsatzes eine Aktie an der Börse gehandelt wird. Nach Meinung vieler Fachleute wird diese Kennzahl zu sehr vernachlässigt.

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