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Lambda

Das Lambda bezeichnet den theoretischen Hebel (engl. leverage) eines Optionsscheins. Es gibt an, wie sich der Preis des Optionsscheins verhält, wenn sich der Kurs des zugrunde liegenden Basiswertes in die eine oder andere Richtung bewegt. Berechnet wird Lambda, durch Division der prozentualen Veränderung des Optionsscheinpreises durch die prozentuale Veränderung des Kurses des Basiswerts. Das Lambda bereinigt den absoluten Hebel eines Scheins um sein Delta.

Als Langläufer werden festverzinsliche Wertpapiere bezeichnet, die eine (Rest-)Laufzeit von in der Regel mehr als zehn Jahren haben.

Die Laufzeit einer Anleihe beschreibt den Zeitraum zwischen Emission und letztem Handelstag, dem Tag, an dem die Tilgung erfolgt.

Die Laufzeit einer Option bezeichnet den Zeitraum zwischen dem aktuellen Datum und dem Tag, an dem die Option zuletzt ausgeübt werden kann. Je kürzer diese Restlaufzeit, desto anfälliger reagieren solche Optionen auf Kursveränderungen der Underlyings. Die Laufzeit ist bei Optionen eine wichtige Kennzahl, da sie den Zeitraum angibt, in dem ein etwaiges Aufgeld abgebaut werden kann.

Laufzeit sind Investmentfonds, die auf eine bestimmte Laufzeit ausgelegt sind. Während der Zeichnungsfrist können Anleger diese Fonds kaufen. Das investierte Vermögen bleibt bis zum Laufzeitende im Fonds, obgleich Anleger ihre Fondsanteile börsentäglich verkaufen können. Zum Ende der Laufzeit wird der Fonds aufgelöst und das Kapital einschließlich der Erträge an die Anteilinhaber ausgeschüttet.

Verkauf von Wertpapieren, Waren, Devisen, Optionen und Futures-Kontrakten im Kassa- oder im Termingeschäft, die sich nicht im Besitz des Verkäufers befinden. Dies geschieht zumeist mit der Absicht, sie später billiger erwerben zu können und an der Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis zu verdienen (Differenzgeschäft). Aus einem Leerverkauf entsteht eine sogenannte Short-Position.

Aktien mit niedrigem Kurs, die aus diesem Grunde besonders attraktiv erscheint (vgl. auch Penny Stocks). Gegensatz: schwere Aktie.

Als Leitbörsen werden die wichtigsten Börsen der Welt bezeichnet, da sich die anderen Börsen meist deren Entwicklung anpassen, weil sich die Marktteilnehmer von der Entwicklung der Leitbörsen beeinflussen lassen. Globale Leitbörse ist New York.

Der Leitkurs gibt das Niveau wieder, um das sich feste Wechselkurse in einer vorgegebenen Bandbreite bewegen dürfen.

Von einer Zentralbank festgesetzter Zinssatz, zu der die Geschäftsbanken Zentralbankgeld leihen können. Über die Veränderung der Leitzinsen versuchen die Zentralbanken das Zinsniveau, die Kreditvergabe und letztlich die Preisentwicklung (Euroraum) oder die gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Vereinigte Staaten, Japan) zu steuern. Als Leitzins fungiert im Euroraum der Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank. Leitzins der Bank of England ist die Repo Rate. In den Vereinigten Staaten hat die Federal Funds Rate Leitzinsfunktion, in Japan die Overnight Call Rate.

Ein Letter of Intent (LOI) ist eine unverbindliche Absichtserklärung zwischen Käufer und Verkäufer. Er bestätigt, dass beide Seiten in Verhandlungen über einen Vertragsabschluss stehen. Häufig bildet der Letter of Intent auch die Grundlage des anschließenden Vertrags. Der Letter begründet jedoch keinerlei Rechtsansprüche. Verkündet ein Unternehmen, dass man mit einem Kunden einen LOI unterzeichnet habe und nun einen Großauftrag erwarte, so ändert dies nichts an der rechtlichen Situation, d.h. es gibt bislang keinen Vertrag und keinen Auftrag.

Letzter Tag, an dem ein auslaufender Kontrakt gehandelt wird.

Hebelwirkung, durch die sich eingesetzten Kapitals infolge einer eintretenden Entwicklung überproportional verändert. Liegt etwa der effektive Zinssatz für Kredite unterhalb der am Kapitalmarkt erzielbaren Renditen, kann der Anleger mit re-investierten Krediten die Rentabilität seiner Anlagen mitunter erheblich erhöhen. Verkehrt sich der Zinstrend, verliert er dagegen überproportional. Von einer solchen Hebelwirkung mit den entsprechenden positiven oder auch negativen Konsequenzen spricht man auch im Zusammenhang mit Optionsscheinen und Optionen (vgl. Optionsscheine, Optionen, Hebeleffekt).

Kann ein Anleger Fremdkapital zu geringeren Zinsen oder günstigeren Konditionen aufnehmen, als er mit einem Investment an Rendite erzielt, so kann er dadurch die Rendite des eingesetzten Eigenkapitals erhöhen. Der Anleger kann mehr Geld investieren und so einen höheren Gesamtgewinn erzielen. Diese Hebelwirkung nennt man englisch Leverage-Effekt (lever=Hebel). Hat ein Investor z.B. 100.000 Euro und kann eine Marktrendite von 8 Prozent erzielen, so entsteht ein Leverage-Effekt, wenn er zusätzlich 50.000 Euro Fremdkapital zu 6 Prozent (3.000 Euro Zinsen) bekommen kann. Aus der Differenz aus Zinsaufwand und zusätzlicher Rendite (8 Prozent auf 50.000 Euro) ergibt sich eine höhere Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital von 9 Prozent, gegenüber 8 Prozent ohen den Einsatz von Fremdkapital.

In Bezug auf Optionen ist der Leverage-Effekt die Hebelwirkung der Option. Er gibt das Verhältnis der Option zum Underlying an (vgl. Hebel).

Der LIBOR (London Inter Bank Offered Rate) ist der im Londoner Interbanken-Handel übliche Zinssatz.

Bei Optionen stellt die Lieferung die Erfüllung der Pflichten des bei Zuteilung bestimmten Stillhalters einer Kauf-Option bzw. des ausübenden Inhabers einer Verkauf-Option dar, also jeweils die Verpflichtung zur Lieferung der Ware oder des Wertpapiers. Bei Terminkontrakten (Futures) werden durch die Lieferung die Pflichten der Kontraktpartei in Leerverkaufspositionen erfüllt. Üblich ist heute indes bei den meisten Options- und Futures-Kontrakten Lieferung und Zahlung durch Barausgleich (Cash Settlement) vorzunehmen.

Als Limit gilt der maximale Kurs, zu dem eine Wertpapierorder vom Makler ausgeführt werden darf. Bei einem Kauf gibt das Limit den höchsten Kaufkurs an, während es bei einem Verkauf den Mindestkurs angibt.

Beim Linienchart werden nur die fortlaufenden Schlusskurse eines Wertpapiers im Zeitablauf eingetragen. Durch deren Verbindung entsteht eine kontinuierliche Linie, die den Kursverlauf wiedergibt. Nachteil ist jedoch, dass Tageskursschwankungen nicht berücksichtigt werden (vgl. Chart).

Wert der Zahlungsmittel eines Unternehmens. Dauerhaft fehlende Liquidität führt zur Zahlungsunfähigkeit und (Insolvenz). Auf der anderen Seite gilt eine zu hohe Liquiditätsreserve als unproduktiv.

Bei Geschlossenen Fonds stellt die Liquiditätsreserve denjenigen Teil der laufenden Überschüsse dar, der nicht ausgeschüttet, sondern als Sicherheitspolster im Vermögen des Fonds verbleibt. Hieraus können in der Folge unvorhergesehene Kosten bestritten werden, ohne dass sich dies unmittelbar auf die Ausschüttungen und damit die Fondsrendite auswirkt.

Der Lombardsatz war derjenige Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Bundesbank durch Verpfändung von Wertpapieren Liquidität beschaffen konnten. Er zählte zu den Leitzinsen, und wurde durch den Spitzenrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank abgelöst (vgl. Diskontsatz).

Position, die durch den Kauf eines Kontraktes oder Basiswertes entsteht. Gegenteil: Short-Position.

Fonds, die von Luxemburger Tochtergesellschaften deutscher KAGs nach Luxemburger Recht aufgelegt werden.

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