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Obligation

Dem eigentlichen Sinne nach ein festverzinsliches Wertpapier, durch das sich der Aussteller (Emittent/Schuldner) gegenüber dem Inhaber der Urkunde zur Zahlung eines bestimmten Betrages zuzüglich einer entsprechenden Vergütung (Zinsen) für das zur Verfügung gestellte Kapital verpflichtet. Je nach Herausgeber unterscheidet man zwischen Kommunal-, Bank- und Industrieobligationen. Der Begriff Obligation ist eigentlich übergeordnet zu Anleihen, Pfandbriefen usw. In Deutschland wird das Wort allerdings hauptsächlich nur im Zusammenhang mit der fünfjährigen Bundesanleihe gebraucht, um diese von der zehnjährigen zu unterscheiden. Weitaus gebräuchlicher ist es in der Schweiz, womit rechtlich ein Schuldverhältnis bezeichnet wird. Ansonsten wird dort das Wort Obligation auch für Anleihen gebraucht.

Der Überkauft-/Überverkauft-Indikator zeigt die Börsensituationen an, in denen der Markt überkauft oder überverkauft ist. Ist der Markt durch massive Käufe überkauft, so tritt danach meist eine Verkaufswelle ein, in der die Kurse wieder zurückfallen. Ist der Kurs durch massive Verkäufe überverkauft, so tritt eine Kaufwelle ein, in der die Kurse steigen. Diese Situationen versucht der OBOS-Oszillator aufzuzeigen. Werte von mehr als 90 Prozent lassen einen Kursrückgang, Werte unter 10 Prozent eine Kurssteigerung erwarten.

Als "Odd Lot" wurden Handelsaufträge bezeichnet, die sich auf eine Stückzahl bezogen, die nicht den Gepflogenheiten entsprach. In Amerika waren dies Aufträge von weniger als 100 Aktien. Diese Aufträge werden weiter nachrangig behandelt, so tauchen Sie oft nicht in den Orderbüchern auf und werden bisweilen nur gehandelt, wenn sich eine passende Ordergröße findet. Dies hat sich indes in den vergangenen Jahren aufgrund der Durchsetzung des Online-Handels aber entschärft.

In offenen Fonds (Publikumsfonds) gibt die Fondsgesellschaft je nach Bedarf neue Anteile aus und nimmt ausgegebene Anteile zurück. Gegenteil: Geschlossener Fonds.

Sie haben ihren Standort in Ländern ohne spezielle Investmentgesetzgebung gewählt und entgehen so den üblichen Aufsichtsbestimmungen und Anlagevorschriften. Zusätzlich weisen diese Länder meistens steuerliche Vorteile auf. Als typische Offshore-Länder gelten: Bahamas, Bermuda, die Britischen Jungferninseln, die Cayman-Inseln, Guernsey, Hongkong, Isle of Man, Jersey, Liechtenstein, Mauritius, die Niederlande, die Niederländischen Antillen, Neuseeland, Taiwan und Panama. Viele Hedgefonds haben ihren Sitz auf den Britischen Jungferninseln, den Cayman-Inseln oder Bermuda.

Die On-Balance-Volume-Linie (OBV) bezieht sich auf die Umsatzzahlen der Aktie. Da ein massives Aufkaufen bzw. Abgeben von Material sich unweigerlich in einer Veränderung des Handelsvolumens niederschlägt, nutzt der OBV-Indikator dieses Faktum als Berechnungsgrundlage. Das absolute Niveau der OBV-Linie ist ohne jede Bedeutung. Ein Signal ergibt sich, wenn die Kurslinie und die OBV-Linie nicht den gleichen Verlauf haben. Steigt der Kurs, aber fällt das Volumen über eine längere Zeit, so kann ein baldiges Fallen der Kurse angenommen werden (fallende OBV-Linie). Fällt der Kurs, aber steigt das Volumen über eine längere Zeit, so ist ein baldiges Ansteigen der Kurse wahrscheinlich (steigende OBV-Linie).

Geltend, zu machendes Recht, ein bestimmtes, vertragsmäßig vereinbartes Angebot (innerhalb einer bestimmten Frist) anzunehmen oder abzulehnen. Oder anders gesagt: Ein Kontrakt, der dem Käufer das Recht und dem Verkäufer (Stillhalter) die Verpflichtung gibt, bis zum Verfalldatum der Option zum Basispreis den Basiswert zu kaufen oder zu verkaufen (vgl. Optionsgeschäft, Deutsche Terminbörse).

Optionsanleihen sind Anleihen, die mit Optionsscheinen ausgestattet sind. Diese berechtigen zum Kauf einer in den Optionsbedingungen festgelegten Anzahl von Aktien in einem bestimmten Zeitraum zu einem festen Optionspreis. Im Unterscheid zur Wandelanleihe können Anleihe und Optionsrecht getrennt gehandelt und das Optionsrecht getrennt ausgeübt werden. Die Optionsanleihe bleibt daher als Anleihe auch dann bestehen, wenn das Optionsrecht ausgeübt wird.

Das Optionsgeschäft ist der Erwerb oder die Veräußerung des Rechts, eine bestimmte Anzahl von Wertpapieren einer bestimmten, zum Aktienhandel zugelassenen Aktienart jederzeit während der Laufzeit der Option zu einem im Voraus vereinbarten Preis (Basispreis) entweder vom Kontrahenten (Stillhalter) zu erwerben oder an ihn zu verkaufen. Für dieses Recht hat der Käufer bei Abschluss des Optionsgeschäfts den Optionspreis (Prämie) zu zahlen. Gehandelt werden Kauf- (Call) und Verkaufsoptionen (Put), die jeweils ge- und verkauft (geschrieben) werden können. Während Kaufoptionen das Recht, nicht jedoch die Pflicht gewähren, ein bestimmtes Wertpapier innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu einem festgelegten Preis (dem Basispreis) zu kaufen, verbriefen Verkaufsoptionen das Recht, aber nicht die Pflicht, ein bestimmtes Wertpapier innerhalb einer definierten Zeitspanne zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Mit Calls spekuliert ein Anleger mit geringem Kapitaleinsatz auf steigende Kurse, während er mit Puts sein Portfolio flexibel gegen fallende Kurse versichern kann, um sich gegen Rückschläge am Markt zu schützen.

Prämie, die der Käufer eines Optionsrechts bezahlen muss und der Verkäufer dieses Rechts aufgrund seiner Leistung erhält. Diese Leistung besteht darin, auf Verlangen des Käufers bis zum Verfalltermin jederzeit den zugrundeliegenden Bezugswert zum vereinbarten Preis zu liefern bzw. abzunehmen. Der Optionspreis wird durch Angebot und Nachfrage auf dem Markt bestimmt und orientiert sich am theoretischen Optionspreis eines mathematischen Optionspreismodells (vgl. Optionspreismodell).

Mathematisches Modell zur Berechnung des fairen Preises einer Option. Kann rückwirkend auch zur Berechnung der implizierten Volatilität benutzt werden (vgl. Implizierte Volatilität). Das bekannteste Bewertungsmodell ist das Black-Scholes-Modell.

Handelsinstrument, auch Warrant genannt. Die Spekulation mit Optionsscheinen gehört zu den risikoreicheren Varianten des Börsengeschäfts. Optionsscheine werden ursprünglich zusammen mit einer entsprechenden Anleihe, der Optionsanleihe (Anleihe cum) herausgegeben, wobei die Anleihe aber auch ohne Optionsscheine (Anleihe ex) sowie die Optionsscheine für sich genommen an der Börse gehandelt werden können. Je nach Ausstattung berechtigen solche Optionsscheine innerhalb einer bestimmten Zeitspanne zum Bezug von Aktien, Devisen, Edelmetallen o. ä. in einem bestimmten Bezugsverhältnis zu einem bestimmten, vorher festgelegten Preis. Wegen der Einräumung dieses Sonderrechts ist es dem Schuldner der Anleihe möglich, eine gegenüber der üblichen Verzinsung am Kapitalmarkt um etwa ein bis zwei Prozentpunkte geringere Verzinsung für seine Anleihe anzubieten, ohne dass seine Schuldverschreibung dadurch an Attraktivität für den Anleger verlöre. Interessant ist die Spekulation mit solchen Optionsscheinen (OS) für den Anleger deshalb, weil sich die Kursentwicklung des dem Optionsrecht zugrundeliegenden Basiswerts, z. B. die einer Aktie, im Allgemeinen überproportional auf die Kursentwicklung des OS auswirkt. Statt etwa die ABC-Aktie zum Kurs von 100 Euro direkt zu kaufen, kauft er über den OS, ähnlich wie im Optionsgeschäft das Recht, diese Aktie beispielsweise zum Bezugspreis von 90 Euro während der Laufzeit dieses OS beziehen zu können. Da diese Aktie aktuell aber um 10 Euro höher notiert, müsste der Preis für den Erwerb dieses Rechts, also der Optionsscheine, mindestens bei 10 Euro (innerer Wert des Optionsscheines) liegen; in der Regel liegt er aber je nach Laufzeit des Ausübungsrechts weit darüber, also etwa bei 30 Euro. Der Anleger hätte also beim Direktkauf der Aktie 20 Euro weniger zu zahlen als beim Erwerb der Aktie über den Optionsschein (90+30 = 120 Euro); er bezahlte in diesem Fall also ein Aufgeld von 20%. Steigt der Kurs der Aktie allerdings um 50 Euro auf 150 Euro, dürfte sein OS bei mindestens 60 Euro liegen, weil er die über den Optionsschein beziehbare Aktie für 90 Euro erhält und sie im gleichen Zuge zum aktuellen Kurs von 150 Euro wieder veräußern könnte. Während mithin die Aktie einen 50%igen Kursanstieg verzeichnet hätte, müsste sich der Kurs des OS mindestens verdoppelt haben. Darin drückt sich die sogenannte Hebelwirkung von OS aus, die bei der Spekulation mit Optionsscheinen zu überproportionalen Gewinnen, aber auch überproportionalen Verlusten führen kann. Gängige Berechnungsformeln:

Auftrag an einer Börse zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Eine Order wird von Privatkunden stets über eine Bank gegeben, die diese an die Handelsplattform (Börse) weiterleitet.

Over-the-counter-market.

Vermögenswerte, die in einem bestimmten Betrachtungszeitraum eine bessere Wertentwicklung (Performance) aufweisen als ein als Vergleichsmaßstab herangezogene Größe, bezeichnet man als Outperformer. Die Vergleichsgröße können Indizes sein, aber auch eine Gruppe von vergleichbaren anderen Vermögenswerten.

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