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Paket

Jede größere (nicht genau umrissene) Menge von Aktien eines bestimmten Unternehmens im Besitz einer einzelnen Person oder eines anderen Unternehmens. Der geschlossene Verkauf eines Paketes wird Pakethandel genannt.

Kurs, der genau mit dem Nennwert des Wertpapiers übereinstimmt. Eine Anleihe, die zu pari herausgegeben wird, hat dann einen Kurs von 100 Prozent. Ist der Nennwert 1000 Euro so kostet sie auch 1000 Euro. Wird sie unter pari ausgegeben, wie dies bei Neuemissionen häufig der Fall ist, kostet eine Anleihe im Wert von 1000 Euro bei einem Kurs von 98,7 Prozent 987 Euro. Dadurch ist der Ertrag der Anleihe höher als dies der Nominalzinssatz ausdrückt, weil der Erwerber bei Rückzahlung den kompletten Nennwert erhält, diesen aber nicht bezahlt hat. Auch ist die tatsächliche Verzinsung der Anleihe höher: Weil der Zins wird auf den Nominalwert bezahlt wird, erster Investor aber weniger bezahlt hat, erhält er rechnerisch prozentual mehr Zinsen. Ist die Anleihe im Beispiel mit 2 Prozent nominal verzinst, beträgt die Realverzinsung 2,026 Prozent.

Altmodische Bezeichnung für den Ort, an dem der Börsenhandel stattfindet und den nur die zugelassenen Börsenbesucher (Makler, Händler usw.) betreten dürfen. Gelegentliche private Besucher dagegen können die Börsensitzung von der sogenannten Galerie aus verfolgen. Im Zeitalter der Computerbörsen ist mit dem Parketthandel das Geschäft gemeint, das in der Börse von Händler zu Händler abgewickelt wird. Durch den Computerhandel ist der Parketthandel in Deutschland allerdings bedeutungslos geworden.

Die Passivseite in der Bilanz eines Unternehmens weist das verfügbare Kapital aus, welches die Firma besitzt. Dort werden das in den Betrieb geflossene Geld und seine Quellen sichtbar gemacht. Es wird offengelegt, mit welchen Mitteln die Werte auf der Aktivseite angeschafft wurden. Die Passivseite ist die Finanzierungsseite der Bilanz bzw. der Aktivseite. Sie ist nicht mehr und nicht weniger als ein Gegenausdruck der Aktivseite. Die Passivseite enthält mit ihrer Untergliederung und Aufteilung in Eigenkapital und Fremdkapital ein wesentliches Zeitelement. Hier wird insbesondere das Fremdkapital, als endlich verfügbares Kapital, nach der Dauer der Verfügbarkeit gegliedert. In den meisten Fällen spricht man von kurzfristigem- und langfristigem Kapital.

Amerikanische Bezeichnung für in der Regel hochspekulative Aktien mit niedrigem Kurs von weniger als einem Dollar.

Eigentlich Altersvorsorge-Sondervermögen. Bezeichnung für standardisierte Altersvorsorgeprodukte aus der Vorläuferzeit von Riester- und Rürup-Rente. Seit Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) im Jahr 2013 dürfen Altersvorsorge-Sondervermögen nicht mehr aufgelegt werden.

Die Pensionsrückstellungen sind für die Aufwendungen gedacht, die sich dann ergeben, wenn Mitarbeiter in Rente gehen oder aus dem Betrieb ausscheiden. Da Zeitpunkt und Umfang dieser Aufwendungen lange Zeit vor deren Fälligkeit bekannt sind, werden zur Begleichung dieser Zahlungen rechtzeitig Rückstellungen gebildet. Wenn die Forderung dann fällig wird, wird die Rückstellung aufgelöst und die Forderung beglichen. Rückstellungen sind als Verbindlichkeiten im Unterschied zu Rücklagen Fremdkapital.

Die Performance misst die Wertentwicklung eines Investments oder eines Portfolios. Meist wird zum Vergleich eine sogenannte Benchmark als Referenz genommen, um die Performance im Vergleich zum Gesamtmarkt oder Branchen darzustellen. Bei Investmentfonds wird die prozentuale Veränderung des Werts der Anteile innerhalb eines bestimmten Zeitraums gemessen unter Berücksichtigung der Ausschüttung und ggf. des Körperschaftsteuerguthabens. Die Entwicklungen des Werts verschiedener Fonds und damit die Leistung des Fondsmanagements lassen sich nur miteinander vergleichen, wenn Fonds mit in etwa gleichen Anlageobjekten und unter vergleichbarer Anlagestrategie betrachtet werden. Allgemein gebräuchlich ist die Berechnungsmethode des Bundesverbandes Deutscher Investmentgesellschaften (BVI). Danach ist die Wertentwicklung die Veränderung des Anteilpreises in einer Periode, wobei sämtliche Erträge wieder angelegt werden. Basis der Berechnung ist der Anteilwert oder Rücknahmepreis, das heißt ohne Berücksichtigung von Ausgabeaufschlägen - sonst ließen sich Fondsvarianten mit und ohne Kaufgebühr nicht vergleichen. Alle Kosten auf der Fondsebene sind im Anteilwert bereits einberechnet. Für die Wiederanlage der zwischenzeitlichen Ertragsausschüttungen gilt folgendes: Die Erträge werden am Tage der Ausschüttung reinvestiert - spesenfrei und ohne Steuerabzug in Anteilen oder Anteilbruchstücken desselben Fonds. Die Wiederanlage bewirkt einen Zinseszins-Effekt, der das Gesamtresultat der Anlage positiv beeinflusst.

Von den Zulassungsstellen der Börsen benannte Zeitungen, in denen Emittenten von Wertpapieren alle Bekanntmachungen, zu denen sie verpflichtet sind, veröffentlichen müssen, z.B. über die Veröffentlichung von Wertpapierprospekten, Termine von Hauptversammlungen, Veröffentlichungen von Jahresabschlüssen, Begebung von Bezugsrechten u.a.m.

Pip bezeichnet die kleinste Preisstufe in einer Währung. Oft auch "Ticks" in den Future-Märkten genannt. Zum Beispiel stellt beim Euro-Dollar-Wechselkurs eine Bewegung von 1,2234 auf 1,2235 Dollar einen Pip dar. Bei Dollar-Yen ist eine Bewegung von 110,43 auf 110,44 Yen ein Pip.

Verkauf von (zumeist neu herausgegebenen) Wertpapieren an Investoren.

Kurszusatz im vorbörslichen, börslichen oder nachbörslichen Handel, der eine Veränderung des Wertpapierkurses nach oben um mindestens 5% bei Aktien, Wandelanleihen, Optionsanleihen und Optionsscheinen signalisiert (+), bei Doppelplusankündigung (++) um mindestens 10%. Gegensatz: Minusankündigung

Instrument der technischen Aktienanalyse, die sich von der herkömmlichen Analyse anhand von Balken- und Linien-Charts vor allem durch das Fehlen von Zeit- und Umsatzfaktoren, die Vernachlässigung kleinerer Kursbewegungen und die andersartige formale Darstellungsform unterscheidet.

In diesem Chart werden Kursbewegungen, solange sie in einer Richtung verlaufen, vertikal in ihrem gesamten Ausmaß in die Graphik eingetragen. Erfolgt eine Richtungsänderung, wird eine neue Spalte rechts von der alten begonnen und dort wiederum vertikal eingetragen. In welcher Zeit die Kursbewegung stattfindet wird nicht berücksichtigt. Dadurch gibt der Point & Figure-Chart langfristigere Signale. Üblicherweise werden Aufwärtsbewegungen mit einem "X" je Einheit gekennzeichnet, während Abwärtsbewegungen mit einem "O" eingezeichnet werden. Eine entscheidende Größe beim Point & Figure-Chart ist das Umkehrminimum, das besagt, wann eine Richtungsänderung durch eine neue Spalte festgehalten wird. Da diese neue Spalte erst begonnen wird, wenn das Umkehrminimum überschritten wird, wird die Kursentwicklung in ihrer optischen Erscheinung geglättet wiedergegeben.

Als Portfolio bezeichnet man im Allgemeinen alle Wertgegenstände, die sich in einem Besitz befinden. Das sind vorrangig Wertpapiere, können aber auch Immobilien oder Grundbesitz sein. Bei Investmentfonds versteht man unter Portefeuille, die Zusammensetzung eines Depots, die Summe der Anlageinstrumente eines Fonds:(Aktien, Anleihen, Derivate etc.)

Die positiven Marktwerte kommen in der Bilanz einer Bank auf der Aktivseite vor. In diesem Posten sind die positiven Marktwerte aus Derivaten Finanzinstrumenten bilanziert. Die positiven Marktwerte sind das Gegenteil der negativen Marktwerte (Handelspassiva).

Power-Optionsscheine sind eine exotische Optionsscheinform. Bei diesen Scheinen ist ein Schwellenwert vereinbart. Liegt der Bezugskurs über diesem Schwellenwert, so wird die positive Differenz dieser beiden Werte potenziert (i.d.R. quadriert). So bewirkt eine Differenz von z.B. 3 Cent/Pfennig eine Auszahlung von 9 Cent/Pfennig usw. Die maximale Höhe der Auszahlung ist begrenzt. Sollte z.B. diese Grenze bei 5 Cents/Pfennig liegen, so würden auch bei einer Differenz von 7 Cents/Pfennig nur 25 Cent/Pfennig ausgezahlt. I.d.R. tritt in diesem Fall eine automatische Ausübung ein, d.h. erreicht der Differenz-Betrag den Wert von 5 Cent/Pfennig, so wird der maximale Betrag von 25 Cent/Pfennig ausgezahlt und der Schein erlischt. Ist die Differenz jedoch negativ, so verfällt der Schein am Ende der Laufzeit wertlos. Es werden Power-Calls und Power-Puts angeboten.

Eine Präsenzbörse bezeichnet den Börsenhandel, bei dem sich die Makler auf dem "Börsenparkett" treffen und durch Zuruf Käufe und Verkäufe abwickeln.

Von amtlichen Stellen (z.B. vom Statistischen Bundesamt) errechnete Messzahl, die Auskunft gibt über durchschnittliche Preisveränderungen in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft. Beispielsweise gibt der Preisindex für die Lebenshaltung (Index der Verbraucherpreise) die Entwicklung der Preise für Güter und Leistungen des täglichen Bedarfs wieder. Errechnet wird er anhand eines Warenkorbs (der neben Waren auch Dienstleistungen und Nutzungen umfasst) für eine Gruppe von Haushalten, die nach Personenzahl und sozialer Stellung repräsentativ für die Gesamtbev��lkerung sind.

Beim Programm-Handel (Engl.: program trading) versuchen Händler, durch computergestützte Programme Index arbitragegewinne zu erzielen, indem feine Kursdifferenzen zwischen dem Kassa-Markt und einem Kontrakt auf diesen Markt ausgenutzt werden.

Eine klassische Arbitrage-Tätigkeit zwischen dem Kassa- und Terminmarkt. Es wird ein Markt gegen einen gleichartigen Leerverkauf in einem anderen Markt gekauft. Man versucht so, Profite aus kurzfristigen Verschiebungen im Kursverhältnis zwischen beiden Märkten auszunützen. Programmhändler kaufen oder verkaufen ein Aktienpaket gegen eine wertgleiche Position im Aktienindex-Future, wenn das Aktienpaket relativ zu dem Future zu billig oder zu teuer ist. Der Programmhandel trägt damit dazu bei, dass die aktuellen Kurse zwischen Kassa- und Futures-Markt gerecht bewertet sind.

Stellt sich heraus, dass im Emissionsprospekt unwahre oder irreführende Angaben zum Nachteil von Käufern der Neuemission gemacht wurden, haftet der Emittent und das Konsortium für entstandene Schäden.

Schutzmaßnahmen eines Staates für die eigene Wirtschaft vor ausländischer Konkurrenz (z. B. Importbeschränkungen für bestimmte Güter).

Die Provision ist der Prozentsatz, den Banken und Broker für die Abwicklung von Wertpapierkäufen berechnen.

Der Provisionsüberschuss kommt in der Gewinn- und Verlustrechnung einer Bank vor. Dieser Posten ist KEINE Zwischenposition. Der Provisionsüberschuss besteht aus Wertpapiergeschäften, Vermögensverwaltung, Zahlungsverkehr, Auslandsgeschäft, Bürgschaften und übrigen Bereichen. Um einen Provisionsüberschuss zu erzielen ist allerdings ebenfalls Aufwand nötig. Daher besteht der Provisionsüberschuss aus der Summe von Provisionserträgen und Provisionsaufwendungen. In den meisten Fällen dominiert der Provisionsertrag deutlich.

Ein Publikumsfonds zeichnet sich dadurch aus, dass weder die Anzahl der Anteile noch der Anlegerkreis Beschränkungen unterworfen sind. Die Anteile können von jedermann erworben werden und werden entsprechend der Nachfrage ausgegeben. Gegenteil: Spezialfonds, geschlossene Fonds.

Einer Publizitätspflicht unterliegen Aktien- und Fondsgesellschaften, wenn sie an einer Börse zum Handel zugelassen werden wollen. Sie verpflichtet die AGs/KAGs zur Veröffentlichung von regelmäßigen und detaillierten Angaben zur Geschäftsentwicklung und soll dazu dienen, einen einheitlichen Mindestinformationsgrad der Aktionäre zu ermöglichen. Kommt eine AG/KAG ihrer Publikationspflicht nicht nach, kann sie vom Handel ausgesetzt werden.

Verkaufsoption: Siehe Optionsschein.

Nennt man eine Verkaufsoption bzw. den dieser zugrundeliegenden Vertrag, durch den der Käufer der Option das Recht erwirbt, einen bestimmten Bezugswert (z. B. eine Aktie, eine Unze Feingold, o. ä.) innerhalb eines festgelegten Zeitraums zum vereinbarten Preis (Basispreis) zu verkaufen. Der Kontrahent dieses Vertrages wird Stillhalter (in Geld) genannt, weil er bis zum Ablauf des Zeitraums für die Ausübung der Option (Verfalltermin) die vereinbarte Kaufsumme jederzeit zur Verfügung haben muss. Dafür erhält er vom Erwerber des put eine Prämie, die zumeist über dem Ertrag vergleichbarer Anlagen am Kapitalmarkt liegt. Der Käufer eines put rechnet mit fallenden Kursen und profitiert daran durch die Option überproportional. Ist er bereits im Besitz der entsprechenden Bezugswerte, kann er sie auf diese Weise gegen Verluste absichern. Bei tatsächlich gefallenen Kursen hat er dann im wesentlichen zwei Alternativen: Er kann die Option mit Gewinn verkaufen und damit den eingetretenen Kursverlust auf den Bezugswert wahrscheinlich ungefähr ausgleichen; er kann den Bezugswert verkaufen und mit dem put auf einen weiteren Kursverfall spekulieren. Der Verkäufer eines put erwartet dagegen steigende oder zumindest stagnierende Kurse; in diesem Fall wird sein Kontrahent die Option kaum ausüben, so dass er die vereinnahmte Optionsprämie als Gewinn verbuchen kann. Da dieser Stillhalter (in Geld) aber die Papiere auch abnehmen muss, wenn sie wider Erwarten massive Kursverluste verzeichnen, ist sein Risiko ganz erheblich. Gegensatz: Call-Option.

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