Marktrisiko

Marktrisiko


Was bedeutet Marktrisiko ?

Das Marktrisiko ist die Möglichkeit, dass ein Anleger Verluste aufgrund von Faktoren erleidet, die die Gesamtperformance der Finanzmärkte beeinflussen, an denen er beteiligt ist. Das Marktrisiko, auch "systematisches Risiko" genannt, kann nicht durch Diversifizierung beseitigt werden, obwohl es auf andere Weise abgesichert werden kann. Zu den Marktrisikoquellen zählen Rezessionen, politische Turbulenzen, Zinsänderungen, Naturkatastrophen und Terroranschläge. Systematische oder Marktrisiken beeinflussen tendenziell gleichzeitig den gesamten Markt.

Dies steht im Gegensatz zu einem unsystematischen Risiko, das für ein bestimmtes Unternehmen oder eine bestimmte Branche einzigartig ist. Das unsystematische Risiko, das im Rahmen eines Anlageportfolios auch als "nicht systematisches Risiko", "spezifisches Risiko", "diversifizierbares Risiko" oder "Restrisiko" bezeichnet wird, kann durch Diversifikation verringert werden.

Das Marktrisiko oder das systematische Risiko wirkt sich gleichzeitig auf die Leistung des gesamten Marktes aus.

Da es den gesamten Markt betrifft, ist es schwierig, sich abzusichern, da eine Diversifizierung nicht hilft.

Das Marktrisiko kann Änderungen der Zinssätze, Wechselkurse, geopolitischen Ereignisse oder Rezessionen beinhalten.


Marktrisiko verstehen

Das Marktrisiko (systematisch) und das spezifische Risiko (unsystematisch) bilden die beiden Hauptkategorien des Anlagerisikos. Die häufigsten Arten von Marktrisiken sind das Zinsrisiko, das Aktienrisiko, das Währungsrisiko und das Rohstoffrisiko.

Börsennotierte Unternehmen in den USA müssen von der Securities and Exchange Commission (SEC) offenlegen, wie ihre Produktivität und ihre Ergebnisse mit der Leistung der Finanzmärkte zusammenhängen können. Diese Anforderung soll das finanzielle Risiko eines Unternehmens detailliert beschreiben. Beispielsweise kann ein Unternehmen, das derivative Anlagen oder Devisentermingeschäfte anbietet, einem höheren finanziellen Risiko ausgesetzt sein als Unternehmen, die diese Art von Anlagen nicht anbieten. Diese Informationen helfen Anlegern und Händlern, Entscheidungen auf der Grundlage ihrer eigenen Risikomanagementregeln zu treffen.

Im Gegensatz zum Marktrisiko ist das spezifische Risiko oder "unsystematische Risiko" direkt an die Wertentwicklung eines bestimmten Wertpapiers gebunden und kann durch eine Diversifizierung der Anlagen geschützt werden. Ein Beispiel für ein unsystematisches Risiko ist ein Unternehmen, das Insolvenz anmeldet und damit seine Aktie für Anleger wertlos macht.


Hauptarten des Marktrisikos


Das Zinsrisiko deckt die Volatilität ab, die mit Zinsschwankungen aufgrund grundlegender Faktoren einhergehen kann, z. B. Ankündigungen von Zentralbanken im Zusammenhang mit Änderungen der Geldpolitik. Dieses Risiko ist am relevantesten für Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren wie Anleihen.

Das Aktienrisiko ist das Risiko, das mit den sich ändernden Preisen von Aktienanlagen verbunden ist, und das Rohstoffrisiko deckt die sich ändernden Preise von Rohstoffen wie Rohöl und Mais ab.

Das Währungsrisiko oder Wechselkursrisiko ergibt sich aus der Änderung des Preises einer Währung im Verhältnis zu einer anderen. Investoren oder Firmen, die Vermögenswerte in einem anderen Land halten, unterliegen einem Währungsrisiko.


Volatilität und Absicherung des Marktrisikos
Das Marktrisiko besteht aufgrund von Preisänderungen. Die Standardabweichung von Preisänderungen bei Aktien, Währungen oder Rohstoffen wird als Preisvolatilität bezeichnet. Die Volatilität wird auf Jahresbasis bewertet und kann als absolute Zahl wie 10 USD oder als Prozentsatz des Anfangswertes wie 10% ausgedrückt werden.

Anleger können Absicherungsstrategien einsetzen, um sich vor Volatilität und Marktrisiken zu schützen. Anleger, die auf bestimmte Wertpapiere abzielen, können Put-Optionen kaufen, um sich vor Abwärtsbewegungen zu schützen, und Anleger, die ein großes Aktienportfolio absichern möchten, können Indexoptionen nutzen.

Marktrisiko messen

Zur Messung des Marktrisikos verwenden Anleger und Analysten die Value-at-Risk-Methode (VaR). Die VaR-Modellierung ist eine statistische Risikomanagementmethode, mit der der potenzielle Verlust einer Aktie oder eines Portfolios sowie die Wahrscheinlichkeit des Eintretens dieses potenziellen Verlusts quantifiziert werden. Die VaR-Methode ist zwar bekannt und weit verbreitet, erfordert jedoch bestimmte Annahmen, die ihre Genauigkeit einschränken. Beispielsweise wird davon ausgegangen, dass die Zusammensetzung und der Inhalt des zu messenden Portfolios über einen bestimmten Zeitraum unverändert bleiben. Dies mag zwar für kurzfristige Horizonte akzeptabel sein, liefert jedoch möglicherweise weniger genaue Messungen für langfristige Investitionen.

Beta ist eine weitere relevante Risikokennzahl, da es die Volatilität oder das Marktrisiko eines Wertpapiers oder Portfolios im Vergleich zum Gesamtmarkt misst. Es wird im Capital Asset Pricing Model (CAPM) verwendet, um die erwartete Rendite eines Vermögenswerts zu berechnen.

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