IEO - Initial Exchange Offering

Das Initial Exchange Offering (IEO) ist eine Variante des Initial Coin Offering (ICO), das direkt von Kryptowährungsbörsen betrieben wird. Ein bemerkenswertes Beispiel war, als die Bitfinex- Börse offenbar eine IEO herausgab, um ihre Reserve für Tether - Token zu stützen. Die US-amerikanische Börsenaufsichtbehörde
Securities and Exchange Commission (SEC) prüft IEOs, um gegen Verstöße gegen Wertpapiergesetze vorzugehen.


Ein Initial Exchange Offering wird auf der Plattform einer der vielen weltweit verfügbaren Krypto-Börsen angekündigt, gestartet und durchgeführt. Im Gegensatz zu Initial Coin Offerings (ICOs) wird ein IEO im Auftrag des Startups von einer Krypto-Börse verwaltet, die mit ihren neu ausgegebenen Token Geld sammeln möchte.


Da der Token-Verkauf auf der Plattform der Börse durchgeführt wird, müssen Token-Emittenten eine Notierungsgebühr zusammen mit einem Prozentsatz der während der IEO verkauften Token zahlen. Im Gegenzug, werden die Token der Krypto-Startups auf den Plattformen der Börse verkauft und ihre Coins bzw. Token werden gelistet und können gehandelt werden, nachdem die IEO beendet ist. Da die Krypto-Börsen einen Prozentsatz der vom Startup verkauften Token einnimmt, wird die Börse dazu angeregt, die Marketingaktivitäten des Token-Ausstellers zu unterstützen.

IEO-Teilnehmer senden keine Ether zu einer unbekannten Ethereum Adresse, wie es beispielsweise bei einem ICO passiert, um auf die Absenderadresse einen womöglich wertlosen Token als Gegenleistung zu erhalten, welcher in sehr vielen Fällen später niemals an irgendeiner Krypto-Börse gelistet werden wird. Stattdessen müssen sie ein Konto auf der Plattform der Börse erstellen, auf der die IEO durchgeführt wird. Die potentiellen Investoren füllen dann ihre Geldbörsen mit Coins (Bitcoin, Ethereum, …) oder Fiat (Euro, USD, …) und kaufen mit diesen Mitteln den Token des Fundraising-Unternehmens. Beim IEO ist sichergestellt, dass nach Abschluss der Verkäufe, die Token bzw.
Coins auch gelistet bzw. gehandelt werden können, was bei ICOs leider nicht der Fall ist.

Das weltweit wachsende Interesse an ICO-Projekten (Initial Coin Offering) im Jahr 2017 eröffnete vielen Betrügern die Möglichkeit, Gelder mit falschen Versprechungen zu sammeln. Da über 90% der Projekte ihre eigeneRoadmap-Prognosen nicht erfüllten, wurden Investoren, die ansonsten möglicherweise bereit gewesen wären, vielversprechende neue Projekte zu finanzieren, vorsichtiger und misstrauischer. Ehrliche Startups mussten daher neue Wege finden, um ihren Investoren die versprochenen Ergebnisse durch mehr Sicherheit zu garantieren.

Die höhere Sicherheit von IEOs schafft mehr Vertrauen welches wiederum eine wachsende Anzahl von Investoren zur Folge hat. Immer mehr Börsen entscheiden sich ebenfalls dafür, IEO-basierte Token-Verkäufe zu ermöglichen. In fast allen großen Börsen ist jetzt ein Launchpad enthalten wie z.B. Binance mit seinem Binance Launchpad. Es ist sehr wahrscheinlich, dass IEO der nächste Schritt ist, um ICO endgültig aus dem Crowdfunding-Markt für Kryptowährungen zu verbannen.

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