Regulierung - Europäische Marktaufsichtsbehörden

Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA Überblick

Aufgabe: Die ESMA verbessert den Anlegerschutz und fördert stabile, geregelt funktionierende Finanzmärkte.
Vorsitz: Steven Maijoor
Geschäftsführende Direktorin: Verena Ross

Mitglieder: Für die Wertpapiermärkte zuständige nationale Behörden aller EU-Länder

Nicht stimmberechtigte Mitglieder: Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA), Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA), Europäischer Ausschuss für Systemrisiken (ESRB), Europäische Kommission (EK)

Beobachter: Island, Liechtenstein und Norwegen

Gründung: 2011

Mitarbeiter: 200

Sitz: Paris (Frankreich)

Internetpräsenz: ESMAEN

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) ist eine unabhängige EU-Behörde, die den Anlegerschutz verbessern und für stabile, ordnungsgemäß funktionierende Finanzmärkte sorgen soll.

Zweck

Die ESMA verfolgt mit ihren Tätigkeiten drei Ziele:

Anlegerschutz – sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Verbraucher umfassender berücksichtigt und ihre Rechte gestärkt, aber andererseits auch ihre Verantwortlichkeiten anerkannt werden.

Geregelte Märkte – Förderung von Integrität, Transparenz, Effizienz und ordnungsgemäßem Funktionieren der Finanzmärkte sowie einer stabilen Marktinfrastruktur.

Finanzstabilität – Stärkung des Finanzsystems, damit es Schocks und abrupte Korrekturen von Ungleichgewichten abfedern kann, und Förderung des Wirtschaftswachstums.

Außerdem obliegt es der ESMA, die Tätigkeiten der Wertpapieraufsichtsbehörden zu koordinieren und bei Krisensituationen Notfallmaßnahmen zu treffen.

Struktur

Der Rat der Aufseher trifft sämtliche politischen Entscheidungen und genehmigt die Arbeit der ESMA. Er vereint:

die Leiter der 28 nationalen Behörden

Beobachter aus Island, Liechtenstein und Norwegen

Beobachter aus den Reihen der Europäischen Kommission

jeweils eine(n) Vertreter/-in der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA), der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) und des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (ESRB)

Ein Verwaltungsrat, der sich aus dem ESMA-Vorsitz, Vertretern der nationalen Aufsichtsbehörden und Delegierten der Kommission zusammensetzt, stellt sicher, dass die ESMA ihre Aufgaben ordnungsgemäß erfüllt.

Arbeitsweise

Die Tätigkeiten der ESMA betreffen vier Bereiche:

Analyse der Risiken für Anleger, Märkte und die Finanzstabilität – Förderung von Transparenz und Anlegerschutz durch Bereitstellung von Informationen für Investoren über öffentliche Register und Datenbanken sowie durch Warnhinweise für Anleger.

Vollendung eines einheitlichen Regelwerks für die EU-Finanzmärkte – Verbesserung des EU-Binnenmarktes durch die Entwicklung technischer Normen und Beratung der EU-Organe bei der Erarbeitung neuer Rechtsvorschriften.

Förderung der Normung von Aufsichtsverfahren – Austausch bester Praxis und Effizienzsteigerungen sowohl seitens der nationalen zuständigen Behörden als auch der Finanzindustrie.

Unmittelbare Beaufsichtigung bestimmter Finanzinstitute – Ratingagenturen und Transaktionsregister.

Nutznießer

Die Arbeit der ESMA kommt zahlreichen Beteiligten zugute:

Gesamtwirtschaft

Öffentlichkeit

Wertpapierregulierungsbehörden

Finanzdienstleistungsbranche

Kleinanleger, institutionelle Investoren und Verbraucher

Finanzdienstleister

Nutzer von Finanzmärkten

Novelle der EU-FinanzmarktrichtlinieMiFID IIMiFIR
Die überarbeitete Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (Markets in Financial Instruments Directive, MiFID II) sowie die begleitende Verordnung (Markets in Financial Instruments Regulation, MiFIR) regeln die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen in einer Vielzahl von Finanzinstrumenten an regulierten Handelsplätzen sowie im außerbörslichen (over-the-counter, OTC) Handel.
Ziel
Die neue Richtlinie sowie die Verordnung werden den europäischen Wertpapiermarkt grundlegend verändern, indem die Transparenzbestimmungen ausgeweitet, die Stabilität und Integrität der Finanzmarktinfrastruktur gestärkt, die Mikrostruktur der Märkte (Market Making, algorithmischer Handel, Anforderungen an die Sicherungsmechanismen von Handelsplätzen und Marktteilnehmern, Tick-Größen) überarbeitet sowie die Qualität und Verfügbarkeit von Marktdaten verbessert werden.
Zeitplan
Der neue Rechtsrahmen (Level 1) ist am 1. Juli 2014 in Kraft getreten. Die Bestimmungen müssen bis 3. Juli 2017 in nationales Recht umgesetzt werden. Das Anwendungsdatum ist der 3. Januar 2018.

Behörde

Österreich Flagge

Austria  FMA (Financial Market Authority)

Website

FMA

Zypern Flagge

Cyprus CySEC (Cyprus Securities and Exchange Commission)

Tschechische Republik Flagge

Czech Republic  CNB (Czech National Bank)

CNB

Dänemark Flagge

Denmark Danish FSA (Financial Supervisory Authority)  

FSA

Estland Flagge

Estonia EFSA (Estonian Financial Supervision Authority)  

Finnland Flagge

Finland FIN-FSA (Financial Supervisory Authority)

Frankreich Flagge

France 
ACPR – Banque de France

Deutschland Flagge

Germany 
BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) 

Great Britain  FCA (Financial Conduct Authority)

FCA

Ungarn Flagge

Hungary MNB The Central Bank of Hungary  

MNB

Italien Flagge

Italy The Commissione Nazionale per le Societàe la Borsa (CONSOB)

Lettland Flagge

Latvia FINANCIAL AND CAPITAL MARKET COMMISSION  

Litauen Flagge

Lithuania Bank of Lithuania (Lietuvos bankas)

LB

Malta Flagge

 Malta MFSA (Malta Financial Services Authority)  

Niederlande Flagge

Netherlands  AFM (The Netherlands Authority for the Financial Markets)

AFM

Norwegen Flagge

Norway FINANSTILSYNET (The Financial Supervisory Authority of Norway)

Portugal Flagge

Portugal The CMVM - Comissão do Mercado de Valores Mobiliários

Slowakei Flagge

Slovakia NBS (National Bank of Slovakia)

NBS

Slowenien Flagge

Slovenia ATVP (Agencija za trg vrednostnih papirjev)

Spanien Flagge

Spain CNMV (La Comisión Nacional del Mercado de Valores)

Schweden Flagge

Sweden FI (Finansinspektionen)  

FI

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